Girokonto Infos & Tipps
Girokonto für Rentner
Das Ausscheiden aus dem Erwerbsleben ist ein deutlicher Schnitt in der Biographie eines jeden Menschen. Und nicht immer sind die Auswirkungen nur positiv. So leider auch im finanziellen Bereich. Nicht nur, dass das Einkommen sinkt, auch an anderer Stelle können Probleme auftreten. So zum Beispiel beim Girokonto.
Mit dem Eintritt ins Rentenalter sinkt der monatlichen Geldeingang. Das ist zwar selten überraschend, aber zusätzlich entstehenende Kosten können eine unangenehme Überraschung sein. Durch das niedrigere Rentenniveau (im Vergleich zum Einkommensniveau),können weitere Kosten entstehen,da die Bank eine bestimmte Eingangssumme als Voraussetzung für eine kostenlose Kontoführung fordert. Es gibt nur wenige Banken, deren kostenloses Girokonto tatsächlich für jedermann kostenlos ist. Normalerweise sind an ein solches Gratis-Girokonto bestimmte Auflagen geknüpft.
Eine häufig gestellte Auflage ist dabei die Forderung nach einem bestimmten monatlichen Geldeingang, der je nach Bank bei 1.000,- Euro beginnt und bei 1.500,- Euro endet. Wer während seines Berufslebens durchschnittlich oder gar überdurchschnittlich viel verdient hat, musste sich um diesen geforderten Mindesteingang nie kümmern.
Mit dem Eintritt ins Rentenalter kann sich die Situation jedoch schnell ändern. Viele Rentner beziehen eine relativ geringe Rente, so dass ihr monatlicher Geldeingang weit unter 1.500,- Euro liegt. Wer als Rentner dann bei einer Bank bleibt, die einen monatlichen Mindestgeldeingang verlangt, muss für das bisher kostenlose Girokonto plötzlich Gebühren zahlen, die sich aufs Jahr gerechnet zu einer stattlichen Summe addieren können.
Ein Tipp für angehende Rentner ist daher, sich eine Bank mführungsgebühren, wenn es online geführt wird. Das gilt nicht nur für die reinen Online-Banken, sondern auch für einen Großteil der Filialbanken. Aber nicht alle Rentner sind mit Computern vertraut genug, als dass sie ihre Finanzgeschäfte online abwickelnd wollten oder könnten.
Bei einem Girokonto für Rentner darf man auch die Tatsache nicht außer acht lassen, dass die Mobilität mit zunehmendem Alter oft eingeschränkt ist. Ein Girokonto bei einer Bank in direkter Nachbarschaft kann daher empfehlenswerter sein als eines bei einer Bank, für die man lange Anfahrtswege in Kauf nehmen muss. Wo die Präferenzen gesetzt werden, muss letztendlich jeder selber entscheiden.
|