Tagesgeld Infos & Tipps
Risiko oder Chance? - Tagesgeldangebote ausländischer Banken
Banken aus Schottland, Spanien, den Niederlanden und der Türkei sind seit dem Jahr 2008 kräftig dabei, den deutschen Bankensektor und insbesondere den Tagesgeldbereich aufzumischen. Dabei war ein Jahr zuvor das Endkundengeschäft noch fest in den Händen von Sparkasse, Volksbanken, Dresdner Bank und Co. Der Erfolg der neuen Marktteilnehmer kommt daher vielleicht überraschend, aber er kommt sicher nicht ohne Grund: Hohe Zinsen, zum Teil deutlich über dem Marktniveau liegend und allgemein gute Konditionen haben schnell dafür gesorgt, dass die Neuankömmlinge zahlreiche Anleger für sich gewinnen konnten.
Allerdings sind die guten Tagesgeldangebote nicht ohne Gefahren. Mit betrügerischer Absicht kommt wohl keine Großbank nach Deutschland, aber die rechtlichen und finanzwirtschaftlichen Unterschiede zwischen den Heimatländern der Banken und Deutschland sorgen für Konfliktpotential. Banken aus anderen EU-Staaten machen dabei die geringsten Probleme. Hier gilt wie in Deutschland ab dem 01. Juli diesen Jahres eine gesetzlich garantierte Einlagensicherung von 100% bis zu einer Anlagehöhe von 100.000 Euro, eine Summe, die für die meisten Sparer ausreichend sein dürfte. Wenn die Banken gar aus einem Land stammen, das den Euro als Währung eingeführt hat, entfällt bei einer Bankpleite und der folgenden Entschädigung durch die nationale Einlagensicherung sogar das Kursrisiko, das zum Beispiel bei Banken aus Großbritannien vorhanden ist.
Vorsicht sollte jedoch auf jeden Fall geboten sein, wenn ein Tagesgeldkonto einer Bank ins Auge gefasst wird, die außerhalb der Europäischen Union angesiedelt ist. Denn nicht überall gelten ähnlich Standards bei der Einlagensicherung wie in der EU. Generell gilt jedoch nicht nur beim Tagesgeld, dass der Anleger sich genau über die Höhe der Einlagensicherung der Banken, die in der näheren Auswahl stehen, informieren sollten. Genau dies ermöglicht die Einlagensicherungsseite auf direktbankvergleich.de.
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