Festgeld Infos & Tipps
Festgeld - Geldanlage für Sicherheitsbewusste?
Auf der Suche nach einer sicheren Form der Geldanlage landen viele Anleger letztendlich beim Festgeld. Neben den Sichteinlagen, den Spareinlagen und den Tagesgeldanlagen ist das Festgeld als Termingeld eines von vier Finanzprodukten, die in Deutschland und innerhalb der Eurozone in den Bereich der gesetzlichen Einlagensicherung fallen. Das Verlustrisiko im Falle einer Bankpleite wird dadurch, vor allem bei kleineren Anlagesummen, so weit wie möglich reduziert. Da ferner bei der Festgeldanlage in Euro weder ein Währungs-, noch ein Zins- oder Kursrisiko besteht, gilt das Festgeld zurecht als sehr sichere Geldanlage.
Auf jeden Fall sollte man sich vor der Entscheidung für ein Festgeldkonto darüber informieren, wie hoch die gesamte Einlagensicherung bei den Banken ist, die man in der näheren Auswahl hat. Die gesetzliche Einlagensicherung schützt seit 31. Dezember 2010 alle Einlagen bis zu einer maximalen Summe von 100.000 Euro je Kunde. In Deutschland sind zudem nahezu alle Banken einem privaten Einlagensicherungsfonds angeschlossen. Hier gibt es zum Teil deutliche Unterschiede in der Höhe der Einlagensicherung, weil diese vom Eigenkapital der jeweiligen Bank abhängig ist. Allerdings sind diese Unterschiede selten praxisrelevant. Denn die Mindestsicherungssumme liegt bei immerhin 1,5 Millionen Euro pro Kunde, ein Wert, der in den meisten Fällen ausreichend sein dürfte.
Relevant ist allerdings die fehlende Rechtssicherheit bei privaten Einlagensicherungssystemen. Selbst wenn diese oftmals Einlagen in Höhe von mehreren Millionen Euro pro Kunde absichern, kann man sich nicht darauf verlassen, dass diese Summen im Schadensfall auch wirklich zurück gezahlt werden können. Aus diesem Grunde ist es ratsam, den Anlagebetrag auf mehrere Banken zu verteilen. Diese Risikostreuung ist zwar – zum Glück – in 99% der Fälle unnötig, aber sehr effektiv und mit relativ geringem Aufwand durchführbar.
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