Depot Infos & Tipps
Außerbörslicher Direkthandel
Die Zeiten, in denen Anleger hohe Transaktionsgebühren für den Wertpapierhandel an konventionellen Börsenplätzen zahlen und minutenlang auf die Ausführung ihrer Wertpapierorders warten mussten, sind glücklicherweise schon seit einigen Jahren Vergangenheit. Mittlerweile können auch nicht mehr nur ausschließlich Zertifikate im außerbörslichen Direkthandel gekauft und verkauft werden, sondern auch Fonds und Aktien. Dadurch hat sich der außerbörsliche Handel mittlerweile zu einer echten Alternative zu den Präsenzbörsen und dem XETRA entwickelt.
Die Vorteile des außerbörslichen Handels liegen auf der Hand: Niedrige Transaktionsgebühren und eine Orderausführung in "Realtime“. Außerdem profitieren Anleger davon, dass sie den Ausführungskurs bereits vor der Orderaufgabe kennen. Der Handelspartner im außerbörslichen Handel stellt dem Anleger auf Anfrage einen Kurs, der für wenige Sekunden gültig ist. In dieser Zeit kann der Anleger die Transaktion tätigen oder aber warten und eine neue Kursanfrage stellen. Gerade bei Wertpapieren, die starken Schwankungen unterliegen, bietet der außerbörsliche Handel daher große Vorteile.
Bei vielen Banken besteht sogar die Möglichkeit, Anlagezertifikate „Flat“ zu handeln. Das heißt, dass die Transaktionskosten immer gleich niedrig sind, unabhängig vom Volumen der Order. Für die Anlage großer Beträge bietet sich der außerbörsliche Handel daher besonders an. Viele Direktbroker bieten den außerbörslichen Handel schon für wenige Euro als Flatrate. Allerdings gelten die Flatrates in der Regel nicht für Aktien- oder Fondskäufe. Hier wird meist ein prozentualer Anteil als Gebühr berechnet. Allerdings liegen die Kosten in der Regel deutlich unter den sonst üblichen Börsengebühren.
Die Voraussetzungen, um am außerbörslichen Handel teilzunehmen, sind nicht sonderlich umfangreich. Transaktionen können bei den meisten Banken entweder per Telefon oder per Internet aufgegeben werden, wobei das Internet sicherlich die weitaus komfortablere Variante darstellt. Außerdem muss die Depotbank natürlich den außerbörslichen Handel anbieten. Bis vor einigen Jahren war der außerbörsliche Handel nur den Kunden von Direktbanken vorbehalten. Mittlerweile haben aber fast alle Banken, Sparkassen und Volksbanken den außerbörslichen Handel in ihr Angebot aufgenommen.
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