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Wegweiser: Direktbankvergleich > Blog > Kategorie: VerbraucherschutzKategorie: Verbraucherschutz
Kategorien: Verbraucherschutz, Kreditkarten von as am 11. 5 2010 um 15:36 Uhr
Ein Bericht der Süddeutschen Zeitung lenkt – wieder einmal – die Aufmerksamkeit auf die Sicherheit der Daten beim Zahlungsverkehr gelenkt, wobei sich die aktuelle Debatte allerdings nicht um Kreditkarten, sondern um ec-Karten dreht.
Das Problem ist zur Abwechslung nicht technischer Natur, sondern liegt vielmehr darin, dass einige Supermärkte sich das Recht vorbehalten, die Kontodaten jener Kunden weiterzugeben, die per ec-Karte und Unterschrift bezahlen.
Anscheinend ist es eine relativ weit verbreitete Praxis, sich per Extraklausel auf dem Zahlungsbeleg die Weitergabe der Kundendaten genehmigen zu lassen. Kaum ein Kunde bemerkt dabei überhaupt, was er da eigentlich unterschreibt. Durch die jetzt in Gang gekommene Debatte keimt allerdings die Hoffnung auf, dass diese Praxis bald der Vergangenheit angehört.
Die Zahlung per Unterschrift erfreut sich beim Handel vor allem deshalb einer großen Beliebtheit, weil sie deutlich günstiger als die Zahlung per PIN-Code ist. Werden die Klauseln aus den Belegen verbannt, spricht auch grundsätzlich nichts gegen eine Fortsetzung dieser Praxis.Keine Kommentare » Kategorien: Kreditkarten, Verbraucherschutz von as am 5. 5 2010 um 17:00 Uhr
Laut einer Meldung des Bundesverbands deutscher Banken (BdB) sind die Deutschen ein sehr konservatives Volk – zumindest wenn es ums Bezahlen geht. Damit bestätigt sich abermals der Eindruck, der schon bei der Aufschlüsselung der Zahlungsmittel für den Online-Einkauf vermittelt wurde ( Auf Heller und Pfennig – Deutsche bleiben den traditionellen Zahlungsmethoden auch im Internet treu).
Ganze 58% aller in Deutschland umgesetzten Waren und Dienstleistungen werden dabei mit Bargeld bezahlt, die ec-Karten beziehungsweise girocards machen immerhin noch 26% der Umsätze aus. Die Überweisungen kommen auf einen Anteil von 9%, während über Kreditkarten gerade einmal 4% des Gesamtumsatzes abgewickelt werden. Schlusslicht in der Statistik des BdB ist die Lastschrift mit 2% Marktanteil.
Zwar liegt Deutschland mit diesen Zahlen deutlich hinter anderen westlichen Industrienationen wie Großbritannien und den USA, als schlecht sollten sie jedoch nicht verstanden werden. Bar zu bezahlen erleichtert nicht nur den Überblick über die eigenen Ausgaben, es verhindert auch die Aufzeichnung des Konsumverhaltens und die – meist werbliche – Nutzung dieser Daten (außer man kombiniert Bargeld mit einem Bonusprogramm à la Payback).
Unterm Strich bleibt also eine erfreuliche Nachricht, wenn auch nicht unbedingt im Sinne von VISA, MasterCard & Co.Kommentare (1) Kategorien: Geldautomaten, Verbraucherschutz von as am 28. 4 2010 um 17:03 Uhr
In einem Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" präsentiert Jörg Ziercke, seines Zeichens Präsident des Bundeskriminalamts, die neuesten Zahlen aus dem Bereich der Kreditkartenkriminalität. Der BKA-Präsident weist darin zum einen auf die steigende Zahl an manipulierten Geldautomaten hin, zum anderen betont er die durch den Datenhandel im Internet ausgehenden Gefahren.
Doch werfen wir erst einmal einen Blick auf die Zahlen selbst: So wurden laut BKA im Jahr 2009 mehr als 100.000 Deutsche Opfer von Kriminellen, die insgesamt 960 Geldautomaten manipulierten, um an PIN und Kartendaten zu gelangen. Der entstandene Schaden beläuft sich dabei auf rund 40 Millionen Euro.
Wenn man die Gesamtzahl der in Deutschland aufgestellten Geldautomaten hinzuzieht, rund 55.500, ergibt sich daraus ein Anteil von 1,7 Prozent manipulierten Automaten (über das Jahr verteilt). Im Schnitt "nutzen" mehr als 100 Bankkunden einen manipulierten Geldautomaten, bevor die Manipulation auffliegt, wobei der Schaden pro Kopf etwas weniger als 400 Euro beträgt. Da die Banken die Schäden in der Regel ersetzen, bleiben die Kunden allerdings nicht auf diesen Beträgen sitzen. Ärger und Aufwand gehen mit einem Karten(daten)diebstahl natürlich trotzdem immer einher.
Gemessen am jährlichen Gesamtumsatz der ec- und Kreditkarten ist der Schaden von 40 Millionen Euro fast als lächerlich gering zu bezeichnen. Dennoch zeigt vor allem die hohe Zahl an Betrugsopfern, die auf jeden einzelnen manipuliertem Automaten kommen, an welcher Stelle die Banken ansetzen können: Neben Maßnahmen zum Erschweren der Automatenmanipulation, sollten sie sich darum bemühen, manipulierte Geräte schneller zu entdecken und aus dem Verkehr zu ziehen. Einen anderen Weg stellen zusätzliche Sicherheitsmerkmale auf den Karten selbst dar, die das Kopieren der Daten erschweren beziehungsweise völlig verhindern.Kommentare (1) Kategorien: Kreditkarten, Sicherheit, Verbraucherschutz von as am 27. 4 2010 um 15:46 Uhr
Obwohl die Bundesbürger mehr und mehr Einkäufe im Internet statt in der Fußgängerzone erledigen, bleibt der Zahlungsverkehr von dieser Verschiebung seltsam unberührt. Laut einer Studie des E-Commerce-Center Handel (hier zu finden) werden rund zwei Drittel aller Einkäufe auch weiterhin mit den traditionellen Zahlungsmethoden Vorkasse, Rechnung, Lastschrift und Nachnahme bezahlt. Neue Zahlungsarten wie Paypal, Click-and-Buy und Giropay machen noch weniger als ein Fünftel des Umsatzes aus, haben jedoch bereits die Zahlung per Kreditkarte auf die Plätze verwiesen.
Die immer noch sehr breite Nutzung von Vorkasse, Nachnahme und Co. liegt allerdings nicht am deutschen Sinn für Tradition, denn gerade die Vorkasse, mit rund einem Drittel des Umsatzes die wichtigste Zahlungsmethode, ist bei den Kunden alles andere als beliebt. Mangelnde Alternativen und Vorsicht gegenüber neuen Anbietern wie Paypal und Giropay lassen die Dominanz der alten Zahlungsarten nur langsam abschmelzen.
Letztlich dürften beide Seiten, Händler und Kunde, davon profitieren, wenn sich schnell neue und sichere Zahlungsmethoden durchsetzen. Bis dahin dürfte allerdings noch etwas Zeit vergehen.Keine Kommentare » Kategorien: Direktbanken, Kreditkarten, Sparkasse, Verbraucherschutz von as am 15. 3 2010 um 13:49 Uhr
Wie am Wochenende bekannt wurde, nimmt das Bundeskartellamt die Automatengebühren zahlreicher Privatbanken, Genossenschaftsbanken und Sparkassen etwas genauer unter die Lupe. Bundesweit hat das Kartellamt mehr als 280 Institute angeschrieben, um ihre Aussagen zu den Gebührensätzen zu erfahren.
Dabei steht der Vorwurf im Raum, dass die Banken viel zu hohe Gebühren, die in keinem Verhältnis zu den eigentlichen Kosten stehen, für das Abheben am Automaten verlangen. Aktuell liegen die durchschnittlichen Gebühren bei deutlich über 5 Euro pro Abhebung, einzelne Banken verlangen sogar bis zu 10 Euro.
Konkret liegt der Verdacht des Missbrauchs einer marktbeherrschenden Stellung, der Wettbewerbsbeschränkung und der verbotenen Diskriminierung vor. Bis Ende März will das Bundeskartellamt entscheiden, ob ein formelles Verfahren gegen die betroffenen Banken eingeleitet wird.
Aktiv wurde das Kartellamt aufgrund zahlreicher Beschwerden von Banken und Privatpersonen. Dass die Konkurrenz Beschwerde einreicht, sollte nicht überraschen: Schon seit über einem Jahr schwelt der Konflikt zwischen Direktbanken und Sparkassen, in der Zwischenzeit haben sich die beiden Konfliktparteien des öfteren vor Gericht getroffen, um über die Rechtmäßigkeit der Sperrung der Sparkassenautomaten für die Kunden der Direktbanken entscheiden zu lassen.
Die Maßnahme des Bundeskartellamts läutet also nur eine neue Runde ein.Keine Kommentare » Kategorien: Verbraucherschutz von as am 10. 3 2010 um 16:51 Uhr
Nachdem Finanztest bereits vor kurzem zu einem wenig schmeichelhaften Urteil über die Qualität der Beratungsgespräche der deutschen Banken gekommen ist, kritisiert nun die Verbraucherzentrale NRW die gerade erst eingeführten Beratungsprotokolle.
Die Protokolle, die der Bankberater während eines Beratungsgesprächs erstellen muss, sollen den Anlegern die Sicherheit geben, eine Geldanlage entsprechend ihrer Bedürfnisse und Präferenzen zu bekommen. Doch gerade dafür sind die Protokolle nicht geeignet, so jedenfalls die Meinung der Verbraucherzentrale. Bankkunden würden zum Teil sogar dazu gezwungen, die Protokolle zu unterschreiben, wodurch ihre rechtliche Position schlechter wird, als ganz ohne Protokoll. Zudem soll es mehrfach dazu gekommen sein, dass Protokolle ohne Wissen der Beratenen abgeändert wurden.
Ob die Aussagen der Verbraucherzentrale NRW verallgemeinert werden können, ist schwer zu sagen, da die Zahl der befragten Bankkunden gering ist. Sicher ist jedoch, dass die Beratungsprotokolle alles andere als ein Allheilmittel für schlechte Beratung sind.Keine Kommentare »
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