direktbanknews.de - täglich aktuell
ein Service von direktbankvergleich.de
Bookmarken bei
Newsletter abonnieren
Wegweiser: Direktbankvergleich > Blog > Kategorie: VerbraucherschutzKategorie: Verbraucherschutz
Kategorien: Verbraucherschutz von as am 21. 7 2010 um 14:12 Uhr
Ein neues Jahr, ein neuer Test der Anlageberatung deutscher Banken. Und wieder einmal kommt die Stiftung Warentest zu einem mehr als ernüchternden Urteil: 6 Banken bieten mangelhafte Beratung, keine einzige bekommt ein „Gut“.
Die neuen Ergebnisse stellen gar eine Verschlechterung dar, obwohl sich die eigentliche Beratung laut Stiftung Warentest sogar leicht verbessert hat – dummerweise wird aber in jedem zweiten Fall der neuen Protokollierungspflicht nicht nachgekommen, dem Kunden also kein Protokoll der Beratung ausgehändigt. Viel Potential für Verbesserungen also. Keine Kommentare » Kategorien: Europäische Union, Deutschland, Recht, Verbraucherschutz, Kredite von ls am 11. 6 2010 um 17:04 Uhr
Seit heute gilt die neue Verbraucherkreditrichtlinie verbindlich für alle Kreditgeber – doch was ändert sich dadurch konkret für den Verbraucher? Die größte Veränderung betrifft die sogenannten vorvertraglichen Informationspflichten, die Anbieter gegenüber Kreditnehmern erfüllen müssen.
Zu den verpflichtenden Angaben gehören nach §6a PAngV die Nettodarlehenssumme (Betrag, der an den Kreditnehmer ausgezahlt wird), der Sollzins (während der Laufzeit anfallende Zinsen), der effektive Zinssatz (anfallende Kosten für das Darlehen, inklusive Bearbeitungsgebühr) die möglichen Laufzeiten sowie sonstige Kosten. Neu ist auch der sogenannte „2/3-Zinssatz“ - sozusagen die Wahrheit hinter dem Lockzins. Kredtitgeber sind verpflichtet, einen effektiven Zins zu nennen, den zwei Drittel der Kreditnehmer auch tatsächlich erhalten. Eine Pflicht, die manche Banken wohl eher ungern erfüllen, da bei bonitätsabhängigen Krediten der „2/3-Zins“ mehr oder weniger deutlich über dem Zins liegt, der als Lockzins oder auch „Schaufensterzins“ bekannt ist.
Zwei weitere Rechte, die der Verbraucher durch die EU-Richtlinie erhält, sind das Recht auf einen Tilgungsplan, der allerdings beantragt werden muss, sowie das Recht auf vorzeitige Teil- beziehungsweise Volltilgung des Kredits. Der Verbraucher kann den Kredit jederzeit tilgen, allerdings sind die Banken berechtigt, eine Vorfälligkeitsentschädigung zu verlangen. Diese Entschädigung darf jedoch maximal 1,00 Prozent des zurückgezahlten Betrags betragen, bei Restlaufzeiten unter einem Jahr maximal 0,5 Prozent.
Obwohl die Banken Monate für die Umsetzung der neuen Verbraucherkreditrichtlinie Zeit hatten, gleicht die Umstellung bei einigen Branchenvertretern eher einer Hau-Ruck-Aktion. Die Liste reicht von falsch berechneten Zinsen bis hin zu Banken, die ihr Angebot aus Unsicherheit zumindest vorübergehend eingestellt haben – von Einheitlichkeit keine Spur. Mehr über die Probleme auf Anbieterseite lesen Sie nächste Woche im letzten Teil unserer Serie.
Wir wünschen allen Lesern ein sonniges WM-Wochenende und unserer Nationalmannschaft eine erfolgreiche Weltmeisterschaft!Keine Kommentare » Kategorien: Kredite, Recht, Verbraucherschutz von ls am 10. 6 2010 um 12:33 Uhr
Die EU-Richtlinie für Verbraucherkredite, die am Freitag auch in Deutschland in Kraft tritt, zwingt Kreditgeber in erster Linie zu mehr Transparenz und genaueren Informationen über die Konditionen der Kreditvergabe. Zudem gelten für die Kreditgeber ab Freitag einheitliche Pflichtangaben, die der Verbraucher zum besseren Vergleich der einzelnen Angebote benötigt.
Statt Lockzinsen und undurchsichtigen Berechnungsmethoden darf der Verbraucher in Zukunft schon vor Antragsstellung eine genaue Aufschlüsselung der Kosten erwarten, die durch den Kredit auf ihn zukommen. Außerdem regelt die Verbraucherkreditrichtlinie, wie die Kosten eines Kredits berechnet und angegeben werden müssen. Mindestangaben sind beispielsweise der Sollzins und der effektive Zinssatz, der Nettodarlehensbetrag sowie Laufzeit und Auszahlungsbedingungen. Auch was die vorzeitige Teil- oder Volltilgung angeht, gibt es einige Änderungen.
Mehr zu den Richtlinien, ihrer Umsetzung durch die Banken und den Vor- und Nachteilen, die sich für die Verbraucher ergeben, erfahren Sie in den kommenden Tagen in Teil II und III unserer Serie.Keine Kommentare » Kategorien: Europäische Union, Kredite, Verbraucherschutz von ls am 8. 6 2010 um 17:59 Uhr
Der Sommer hat in diesem Jahr zwar lange auf sich warten lassen, sein Timing könnte allerdings kaum besser sein. Wie es scheint, können wir uns nicht nur auf eine spannende, sondern auch auf eine sonnige Weltmeisterschaft freuen, und spätestens ab Freitag wird es vier Wochen lang kaum andere Gesprächsthemen als „König Fußball“ und die WM in Südafrika geben.
Dass die neue Verbraucherkreditrichtlinie, die unter anderem für mehr Transparenz bei der Vergabe von Krediten sorgen soll, gerade am ersten Tag der WM in Kraft tritt, ist natürlich alles andere als gut getimed. Doch zumindest bleibt so den Banken noch etwas Zeit, um die neuen Regelungen verbraucherfreundlich und rechtskonform umsetzen zu können.
Ob während oder nach der WM – unsere Serie zur Verbraucherkreditrichtlinie hält Sie auf dem Laufenden und versorgt Sie mit den wichtigsten Informationen rund um die „neue Transparenz“.Keine Kommentare » Kategorien: Verbraucherschutz von as am 26. 5 2010 um 17:08 Uhr
Wie wir bereits vor kurzem berichtet haben, existiert bei der ec-Karten-/girocard-Zahlung per Unterschrift seit längerem ein Datenschutzproblem. Verbraucherschützer haben bekannt gemacht, dass mehrere Supermärkte die ec-Kartendaten ihrer Kunden weitergeben. Dies geschieht zwar im Einverständnis, in der Regel aber ohne das Wissen der betroffenen Kunden. Wie das möglich ist? Per Unterschrift legitimiert der Kunde nicht nur die Belastung der Karte, gleichzeitig wird auch die Nutzung und Weitergabe der Daten erlaubt. Was sie da genau unterschreiben, ist den meisten Kunden dabei aber natürlich nicht bewusst.
Nun wird auch der REWE-Gruppe vorgeworfen, dass ihre Märkte die sensiblen Daten ihrer Kunden für mehr als nur die Begleichung der Einkäufe nutzen. Der Vorwurf der Daten- und Verbraucherschützer geht vor allem dahin, dass den Kunden keine Kopie der Einwilligung ausgehändigt wird, der Kunde also mehr oder weniger bewusst im Dunkeln gehalten wird. Interessant – und amüsant – ist dabei vor allem die Begründung des Konzerns, warum keine Kopien erstellt werden: der Umweltschutz! Schön, dass auch in den PR-Abteilungen großer Konzerne noch Menschen mit Humor arbeiten... Ein anderer Kritikpunkt ist die Formulierung der Einwilligung, die nach Meinung der Datenschützer nicht gesetzeskonform ist. Ob die Kritik fruchtet, steht dabei noch offen – bisher gab es keine Aussagen von REWE, die in Richtung einer Korrektur deuten würden.
Update: Aufgrund der Kritik stellt REWE das Zahlungssystem von Unterschrift auf Geheimnummer um.Keine Kommentare » Kategorien: Verbraucherschutz von as am 18. 5 2010 um 17:08 Uhr
Ein umfassender Test der sechs wichtigsten Scoring-Agenturen Deutschlands durch die Zeitschrift Finanztest hat deutliche Probleme beim Scoring aufgezeigt: fehlerhafte Einträge, veraltete Daten und falsche Angaben.
Vor allem die kleineren, in der Bevölkerung meist weniger bekannten Agenturen (Accumio, Bürgel, Deltavista und Infoscore) zeigten deutliche Schwächen. Doch auch die weithin bekannte Schufa, sowie die Creditinform bieten zum Teil nicht die Qualität, die auch und vor allem aus Sicht der Bewerteten wünschenswert wäre. Falsche oder unvollständige Scoring-Daten können leicht dazu führen, dass ein potentieller Kreditnehmer einen Kredit nur zu verschlechterten Konditionen bekommt – wenn er ihn denn bekommt.
In der Praxis sieht das dann – im Falle des Autors dieses Texts, der sich eine kostenlose Auskunft der Schufa hat zusenden lassen – so aus, dass alte Konten und Kreditkarten, die bereits seit über zwei Jahren nicht mehr existieren, noch immer aufgeführt sind. Gleiches gilt für einen Mobilfunkvertrag. Offensichtlich legen viele Banken (und Telekommunikationsdienstleister) deutlich mehr Wert darauf, einen potentiellen neuen Kunden abzufragen, als veraltete Daten austragen zu lassen. Nicht nur die Scoring-Agenturen sind also Schuld daran, wenn die Daten nicht korrekt sind.Keine Kommentare »
|
 |
|