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Wegweiser: Direktbankvergleich > Blog > Kategorie: PostbankKategorie: Postbank
Kategorien: Postbank, Börse von as am 9. 3 2009 um 15:36 Uhr
Am 23. Februar ist es soweit. Nur noch zwei Wochen kann sich die Bank in Gelb im (derzeit recht matten) Glanz des Deutschen Aktienindex sonnen, dann heißt es Abschied nehmen. Die Ursache für den Ausschluss aus den Top-30 der deutschen Aktiengesellschaften ist die geringe Marktkapitalisierung der Bank, die nicht den Standards der Deutschen Börse entspricht.
Dank der erst vor kurzem geschaffenen „Fast-Exit-Regel“ ist es dem Börsenbetreiber möglich, Unternehmen, die die Standards bezüglich der Marktkapitalisierung nicht (mehr) erfüllen, schnell aus dem Index zu entfernen. Neben der Postbank trifft es noch den Chiphersteller Infineon, der ebenfalls in 14 Tagen den DAX verlässt. Infineon wird in Zukunft im TecDAX, die Postbank im MDAX zu finden sein.Keine Kommentare » Kategorien: Finanzkrise, Geschäftsergebnis, Postbank von as am 23. 2 2009 um 14:30 Uhr
Ein Jahresverlust von rund 974 Millionen Euro vor Steuern klingt zur Zeit gar nicht so schlecht – vor allem für eine Bank. Auch die Analysten waren von den Zahlen der Postbank positiv überrascht, wurde doch allgemein mit einem höheren Verlust der Bank in Gelb gerechnet.
Im Vergleich zu 2007 hat sich 2008 für die Postbank lediglich das Vorzeichen umgedreht, auf 992 Millionen Euro Gewinn folgen 974 Millionen Euro Verlust. Dass die Verluste relativ gering ausfallen, ist sicher auch der starken Ausrichtung der Bank auf das Privatkundengeschäft zuzuschreiben. Ein großer Teil der Verluste wurde durch das Engagement der Postbank bei Lehman Brothers verursacht, hierbei mussten allein mehr als 300 Millionen Euro abgeschrieben werden. Auch wenn die langfristigen Renditeziele nicht aufgegeben werden sollen, erwartet der Chef der Postbank für 2009 ein schwieriges Jahr, das unter dem Zeichen der (Teil-)Übernahme seines Instituts durch die Deutsche Bank steht.Keine Kommentare » Kategorien: Postbank, Finanzkrise, Deutsche Bank von as am 14. 1 2009 um 11:43 Uhr
Günstiger wird es wohl nicht – aber Geld sparen kann die Deutsche Bank dank der Nachverhandlungen zur Postbank-Übernahme Insider-Informationen zufolge dennoch. Zwar wird es aller Voraussicht nach bei dem vor Monaten ausgehandelten Preis von 57,25 Euro pro Postbank-Aktie bleiben, allerdings wird die Deutsche Bank einen großen Teil der Rechnung nicht in bar, sondern mit neuen Aktien des eigenen Unternehmens bezahlen.
Die Deutsche Post, derzeit noch Mehrheitseigner der Postbank, wird dadurch zum Großaktionär der Deutschen Bank. Am Ende des Deals, nachdem die 67-prozentige Beteiligung der Post an der Postbank den Besitzer gewechselt haben wird, sollen immerhin 10 Prozent der Deutschen Bank der Post gehören – und die Männer in Geld damit zum größten Aktionär der Deutschen Bank werden.
Interessant ist diese Beteiligung vor allem aus drei Gründen: Erstens zeigt sie, dass die Deutsche Bank sich wohl an der Übernahme der Postbank verhoben hat, die Finanzkrise in ihren Auswirkungen auf das eigene Institut also unterschätzt wurde. Zweitens wird die Post Aktionär der größten deutschen Privatbank, ein Umstand, der nicht in die Strategie des Unternehmens passen will. So stand der Verkauf der Postbank unter der Prämisse, vollständig aus dem Bankgeschäft auszusteigen. Und drittens wird der deutsche Staat durch die Hintertür Miteigentümer der Deutschen Bank, hält die staatliche KfW-Gruppe doch 31 Prozent der Post-Aktien und ist auf diese Weise in Zukunft indirekt am Ackermannschen Kreditinstitut beteiligt.Keine Kommentare » Kategorien: Postbank, Börse, Finanzkrise, Deutsche Bank von as am 13. 1 2009 um 16:54 Uhr
Laut Informationen des Handelsblatt bemüht sich Josef Ackermann derzeit, die Kosten der Postbank-Übernahme zu drücken. Ursache hierfür dürfte die starke Diskrepanz zwischen dem Preis, den die Deutsche Bank pro Aktie der Postbank bezahlen muss, und der aktuellen Börsennotierung der Post-Tochter sein: 57 Euro zu 14 Euro.
Aus der Perspektive des derzeitigen Börsenkurses sieht die Teilübernahme (30 Prozent sollen im ersten Schritt den Eigentümer wechseln) der gelben Bank verständlicherweise eher wie ein schlechtes Geschäfts aus. Ursache der großen Preisdifferenz ist die Finanzkrise, die Finanzwerte weltweit abstürzen ließ. Doch nicht nur der Wertverlust der Postbank selbst wird die Deutsche Bank dazu nötigen, noch einmal nachzuverhandeln. Genau wie die Postbank ist auch Deutschlands größtes Kreditinstitut in den vergangenen Monaten etwas unter die Räder gekommen, so dass aktuell weitaus weniger Mittel zur freien Verfügung stehen dürften, als zum Zeitpunkt des Deals.
Schon aus diesem Grund wäre es nicht nur verständlich, sondern sogar äußerst vernünftig, wenn die Deutsche Bank die Kosten für die Postbank-Teilübernahme reduzierte. Ein zweiter Fall Commerzbank kann sich weder der deutsche Staat, noch die Führung der Deutschen Bank leisten.Keine Kommentare » Kategorien: Santander, Deutsche Bank, Dresdner Bank, Commerzbank, Postbank von as am 22. 12 2008 um 17:22 Uhr
Die Milliardenverluste der Landesbanken, ein brüsk das Rettungspaket der Bundesregierung zurückweisender Chef der Deutschen Bank und abstürzende Bankaktien – dies sind einige der Bilder des Jahres 2008, die im Gedächtnis bleiben.
Dass 2008 auch das Jahr der großen Bankübernahmen war, ist durch die Flut schlechter Nachrichten in Folge der Finanzkrise jedoch kaum mehr präsent. Das liegt auch daran, dass sich diese Umwälzungen in der Bankenbranche erst in den kommenden Jahren richtig auswirken werden.
Den Anfang machten die Commerzbank und die Dresdner Bank, die in der ersten Septemberwoche ihre Fusion bekanntgaben. Rund 5 Milliarden Euro ist dabei die Dresdner Bank der Commerzbank wert, denn diese Summe erhält der Mutterkonzern der Dresdner Bank, die Allianz. Ergebnis der Fusion beider Institute ist ein neuer deutscher Bankenriese, der nur noch von der Deutschen Bank übertroffen wird.
Die Deutsche Bank war es dann auch, die wenige Wochen nach Bekanntgabe der Fusion von Commerzbank und Dresdner Bank selbst aktiv wurde und sich 30 Prozent der Postbank sicherte. Obwohl die zeitliche Abfolge den Eindruck entstehen lässt, war der Einstieg bei der Postbank wohl keine Reaktion der Deutschen Bank auf die kurz zuvor verkündete Bankenfusion, sondern vielmehr der Versuch, das Privatkundengeschäft auf dem deutschen Markt zu forcieren. Dennoch wird es sehr interessant sein zu beobachten, wie sich Deutsche Bank und Commerzbank/Dresdner Bank in Zukunft positionieren.
Auch außerhalb Deutschlands gab es bereits vor dem Ausbruch der Finanzkrise interessante Entwicklungen im Bankensektor. Dabei in vielen Fällen im Fokus der Aufmerksamkeit: die Banco Santander. So übernahm das spanische Kreditinstitut im Laufe des Jahres nicht nur die britischen Banken Abbey National sowie Alliance & Lester, auch die US-amerikanischen Sovereign und GE Money sowie die ABN Amro Bank standen dieses Jahr auf dem Einkaufszettel der Santander. Möglich wurde diese Übernahmewelle dadurch, dass die Banco Santander weitaus weniger unter der Subprime-Krise gelitten hat als das Gros der Konkurrenz. Mit gefülltem Geldbeutel und geschwächten Banken bot sich so der Santander die einmalige Gelegenheit, sich in Europa und den USA weiter zu etablieren.
Keine Kommentare » Kategorien: Hypo Real Estate, Deutsche Bank, Finanzkrise, Commerzbank, Börse, Konjunktur, Postbank von as am 30. 10 2008 um 09:50 Uhr
Der Süddeutschen Zeitung vorliegenden Informationen zufolge planen führende deutsche Privatbanken, das staatliche Hilfspaket in Anspruch zu nehmen. Demnach wollen Commerzbank, Dresdner Bank und Postbank in einer konzertierten Aktion staatliche Bürgschaften beantragen. Ebenfalls beteiligt sein soll die Deutsche Bank, deren Chef Josef Ackermann unlängst verkündet hatte, dass er sich schämen müsse, würde er das Hilfspaket der Bundesregierung annehmen.
Der Grund für ein koordiniertes Vorgehen der führenden Privatbanken gründet auf der Angst um eine Abstrafung durch die Aktienmärkte. Die Annahme staatlicher Hilfen ist gleichbedeutend mit einem Eingeständnis eigener Schwäche – der umgehende Absturz des Aktienkurses wäre die logische Folge. Ein kollektives Eingeständnis der prekären Situation soll jedoch, so ist anzunehmen, die negativen Auswirkungen an der Börse minimieren.
Bis zum jetzigen Zeitpunkt hat mit der Hypo Real Estate lediglich eine private Bank das Hilfsangebot aus Berlin angenommen. Im Lager der Landesbanken traf das Paket auf wesentlich mehr Zuspruch, haben doch bereits die Bayern LB, die West LB und die HSH Nordbank den Griff in die Töpfe voller Staatsgeld getan.Keine Kommentare »
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