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Wegweiser: Direktbankvergleich > Blog > Kategorie: Parex BankKategorie: Parex Bank
Kategorien: Finanzkrise, Parex Bank von as am 7. 1 2009 um 16:58 Uhr
Wer kennt das nicht? Man möchte sein Erspartes auf die Bank bringen, doch die verweigert die Annahme. Aktuell von dieser doch eher seltenen Beschränkung betroffen sind die deutschen Kunden der Parex-Bank. Sie können ab sofort keinerlei Einzahlungen mehr auf ihre Konten bei der lettischen Bank tätigen.
Freiwillig erfolgt dieser Verzicht jedoch nicht, vielmehr unterbindet die deutsche Finanzaufsicht BaFin weitere Geschäftsaktivitäten der Parex-Bank in Deutschland. Den Auslöser für die Intervention der BaFin lieferte die Parex-Bank selbst, indem sie die monatlichen Auszahlungen pro Kunde auf 50.000 Euro begrenzt hat.
Der Eingriff der BaFin lässt Erinnerungen an den Fall Kaupthing wach werden – was insbesondere für die Kunden der Parex-Bank schmerzhaft sein dürfte. Ob jetzt ein Run auf die Einlagen folgt, ist offen, besondere Aufmerksamkeit wird die Parex-Bank in der nächsten Zeit jedoch mit Sicherheit erhalten.Keine Kommentare » Kategorien: Einlagensicherung, Parex Bank von as am 25. 11 2008 um 14:45 Uhr
Keine zwei Wochen sind vergangen, seit Signe Kalnina, die Chefin des Deutschland-Geschäfts der lettischen Parex Bank, in einem Interview versicherte, ihre Kunden würden jederzeit ihre (Festgeld-)Konten auflösen und die Einlagen abziehen können. Mittlerweile scheint diese Aussage jedoch ihre Gültigkeit verloren zu haben, betont Kalnina nun laut eines aktuellen manager-magazin.de-Berichts, dass "sich die Situation vollkommen geändert [hat]".
Für die deutschen Parex-Kunden heißt das: Das Geld bleibt erst einmal dort, wo es ist – bei der Parex Bank. Wenn die Teilverstaatlichung der Bank durch den lettischen Staat erfolgreich verläuft und die Parex Bank nicht kollabiert, haben die Anleger keinerlei Probleme zu befürchten. Sollte die Parex Bank jedoch zusammenbrechen, wird – analog zum Fall Kaupthing – der Weg zum Geld über die nationale Einlagensicherung führen.
Eine gute Nachricht – zumindest für deutsche Banken. Sie dürften ihre ausländische Konkurrenz mittlerweile weit weniger bedrohlich empfinden, ist es doch sehr wahrscheinlich, dass sich die Deutschen in der nächsten Zeit bei ihren Geldgeschäften deutlich weniger risikofreudig als zuvor zeigen. Keine Kommentare » Kategorien: Parex Bank, ICICI, Kaupthing, Finanzkrise von as am 12. 11 2008 um 16:43 Uhr
Kurz gesagt: nein. Und das obwohl zahlreiche Parallelen existieren:
-Beide Banken wurden zu Beginn diesen Jahres erstmals auf dem deutschen Bankenmarkt aktiv.
-Beide Banken gingen mit hohen Fest- und Tagesgeldzinsen auf Kundenfang.
-Beiden Banken sind durch die Folgen der Finanzkrise Finanzierungsprobleme entstanden.
-Beide Banken wurden verstaatlicht.
Stellt sich die Frage, warum die osteuropäische Bank im Vergleich deutlich besser dasteht.
Da bei Onlinebanken aus naheliegenden Gründen die klassischen Bilder eines Bank Runs fehlen, übersieht man leicht, wie schnell und spektakulär der Kollaps der Kaupthing ablief. Die Blockade des Online Bankings, sozusagen das virtuelle Gegenstück zum Schließen der Bankschalter, schnitt rund 30.000 deutsche Kunden von ihren Einlagen ab. Einlagen, die vielleicht nicht verloren, jedoch mit hoher Wahrscheinlichkeit noch für einige Zeit unerreichbar sein werden.
Die Übernahme von 51 Prozent der Parex Bank durch den lettischen Staat wiederum hat bis jetzt keinerlei Auswirkungen auf das alltägliche Bankgeschäft der deutschen Tochter. Der Zugriff auf die Einlagen ist weiterhin möglich und wenn man der Chefin des Deutschlandgeschäfts der Parex Bank Glauben schenken mag, gibt es derzeit auch kaum Bankkunden, die ihre Einlagen abziehen. Im Gegensatz zur Kaupthing sind Einlagen bei der Parex Bank zudem bis zu einer Höhe von 1,5 Millionen Euro pro Kunde gesichert – durch die Mitgliedschaft im Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands der deutschen Banken.
Die dritte ausländische Bank wiederum, die zu Beginn des Jahres den deutschen Markt für sich entdeckte, die ICICI Bank aus Indien, kommt offensichtlich sehr gut mit der aktuellen Finanzkrise zurecht und konnte sogar den Gewinn im vergangenen Quartal steigern.Kommentare (1)
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