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Wegweiser: Direktbankvergleich > Blog > Kategorie: KaupthingKategorie: Kaupthing
Kategorien: Finanzkrise, Einlagensicherung, Kaupthing von as am 12. 12 2008 um 10:22 Uhr
Einer Meldung der „Financial Times Deutschland“ zufolge hat ein Drittel der deutschen Kaupthing-Kunden noch keine Ansprüche an den isländischen Einlagensicherungsfonds gestellt. Zwar haben sich damit bereits rund 20.000 Geschädigte die Auszahlung ihrer Einlagen durch den isländischen Staat gesichert, den restlichen 10.000 bleibt jedoch weniger als drei Wochen Zeit, ihren ausgefüllten Antrag nach Island zu schicken.
Genau am 31.12.2008 endet die Frist für die deutschen Kaupthing-Kunden, bis zu der die Anträge auf Entschädigung in Island eingetroffen sein müssen. Anträge, die nach dem Stichtag auf der Insel im Nordatlantik eintreffen, werden nur noch in Ausnahmefällen bearbeitet. Daher sollten sich alle Kaupthing-Kunden, die weitere Unannehmlichkeiten vermeiden wollen, mit der Ausfüllung des Antrags sputen. Das englischsprachige Antragsformular findet sich auf der Website des isländischen Einlagensicherungsfonds tryggingarsjodur.is (um von Isländisch auf Englisch zu wechseln auf den runden Union Jack rechts oben klicken).
Insgesamt sind rund 30.000 deutsche Anleger mit 300 Millionen Euro Einlagen von der Pleite der isländischen Kaupthing Bank betroffen. Seitdem die BaFin im Oktober den Zugriff auf die Konten der deutschen Tochter der Kaupthing gesperrt hat, können die Anleger nicht mehr über ihr Geld verfügen und warten nun auf eine Entschädigung durch den isländischen Einlagensicherungsfonds, der Einlagen bis zu einer Höhe von 20.887 Euro abdeckt.Kommentare (2) Kategorien: Finanzkrise, Einlagensicherung, Kaupthing von as am 24. 11 2008 um 16:01 Uhr
Nachdem am vergangenen Wochenende im "Tagesspiegel am Sonntag" ein Interview mit Finanzminister Steinbrück veröffentlicht wurde, dürfte vielen deutschen Kaupthing-Kunden ein Stein vom Herzen gefallen sein. Nichts weniger als die Sicherung der Einlagen deutscher Sparer hatte Steinbrück zu verkünden. Nach längeren Verhandlungen mit der isländischen Regierung schien das Kapitel Kaupthing für deutsche Privatanleger beendet zu sein: 300 Millionen Euro Einlagen von 30.000 Anlegern soll der isländische Sicherungsfonds erstatten – als Gegenleistung gewährt die Bundesregierung Island einen Kredit in gleicher Höhe.
Einem Bericht von "Focus Online" zufolge werden sich die 30.000 dennoch etwas gedulden müssen. So hat ein Sprecher der Kaupthing Bank klargestellt, dass eine Abwicklung der Entschädigungszahlungen über den isländischen Sicherungsfonds äußerst aufwendig sei und sich das Verfahren dementsprechend über Monate hinziehen werde. Von Seiten der Kaupthing wird offensichtlich ein Modell favorisiert, in dem die deutschen Kunden unter Rückgriff auf die Konten der deutschen Niederlassung, die derzeit durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) gesperrt sind, entschädigt werden.
Die Entschädigung kommt also – nur wann ist noch nicht sicher.Keine Kommentare » Kategorien: Parex Bank, ICICI, Kaupthing, Finanzkrise von as am 12. 11 2008 um 16:43 Uhr
Kurz gesagt: nein. Und das obwohl zahlreiche Parallelen existieren:
-Beide Banken wurden zu Beginn diesen Jahres erstmals auf dem deutschen Bankenmarkt aktiv.
-Beide Banken gingen mit hohen Fest- und Tagesgeldzinsen auf Kundenfang.
-Beiden Banken sind durch die Folgen der Finanzkrise Finanzierungsprobleme entstanden.
-Beide Banken wurden verstaatlicht.
Stellt sich die Frage, warum die osteuropäische Bank im Vergleich deutlich besser dasteht.
Da bei Onlinebanken aus naheliegenden Gründen die klassischen Bilder eines Bank Runs fehlen, übersieht man leicht, wie schnell und spektakulär der Kollaps der Kaupthing ablief. Die Blockade des Online Bankings, sozusagen das virtuelle Gegenstück zum Schließen der Bankschalter, schnitt rund 30.000 deutsche Kunden von ihren Einlagen ab. Einlagen, die vielleicht nicht verloren, jedoch mit hoher Wahrscheinlichkeit noch für einige Zeit unerreichbar sein werden.
Die Übernahme von 51 Prozent der Parex Bank durch den lettischen Staat wiederum hat bis jetzt keinerlei Auswirkungen auf das alltägliche Bankgeschäft der deutschen Tochter. Der Zugriff auf die Einlagen ist weiterhin möglich und wenn man der Chefin des Deutschlandgeschäfts der Parex Bank Glauben schenken mag, gibt es derzeit auch kaum Bankkunden, die ihre Einlagen abziehen. Im Gegensatz zur Kaupthing sind Einlagen bei der Parex Bank zudem bis zu einer Höhe von 1,5 Millionen Euro pro Kunde gesichert – durch die Mitgliedschaft im Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands der deutschen Banken.
Die dritte ausländische Bank wiederum, die zu Beginn des Jahres den deutschen Markt für sich entdeckte, die ICICI Bank aus Indien, kommt offensichtlich sehr gut mit der aktuellen Finanzkrise zurecht und konnte sogar den Gewinn im vergangenen Quartal steigern.Kommentare (1)
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