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Wegweiser: Direktbankvergleich > Blog > Kategorie: Hypo Real EstateKategorie: Hypo Real Estate
Kategorien: Finanzkrise, Hypo Real Estate von ls am 17. 4 2009 um 13:19 Uhr
Wenn 102 Milliarden Euro an staatlicher Hilfe und Garantien nicht reichen, um eine Bank vor dem Bankrott zu retten, muss schlussendlich doch zum (vor-)letzten Mittel gegriffen werden – der Staat übernimmt die Kontrolle. Wie der Finanzmarktstabilisierungsfonds Soffin mitgeteilt hat, wurde das Übernahmeangebot der Bundesrepublik an die Aktionäre der Hypo Real Estate von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht BaFin genehmigt.
Überspitzt ausgedrückt heißt es damit „Friss oder stirb!“ für die Aktionäre. Sie können ihre Aktien für etwa ein Zehntel mehr als dem aktuellen Börsenstand verkaufen – 1,39 Euro statt 1,26 Euro pro Stück. Oder sie verkaufen nicht und warten darauf, dass die HRE von der Regierung verstaatlicht wird – dann gibt es allerdings keinen Bonus auf den Aktienkurs. Das Angebot gilt bis zum 4. Mai, der Staat strebt eine 100prozentige Übernahme der Bank an. Gespannt darf man vor allem auf die Reaktion von J.C. Flowers sein, der allein fast 22 Prozent an dem Unternehmen hält und bisher wenig Bereitschaft zu einem Verkauf an den deutschen Staat gezeigt hat.
Keine Kommentare » Kategorien: Finanzkrise, Hypo Real Estate von as am 31. 3 2009 um 14:59 Uhr
Nachdem die schwer angeschlagene Hypo Real Estate einen Bedarf von weiteren 10 Milliarden Euro angemeldet hat, stand gestern nun auch der erste Schritt der Verstaatlichung auf dem Programm: Der Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung SoFFin übernahm 8,7 Prozent der Aktien der HRE.
Gekostet hat der Einstieg lediglich 60 Millionen Euro – ein lächerlich gering wirkender Betrag, wenn man die bereits gewährten Staatsgarantien in Höhe von weit über 100 Milliarden Euro als Maßstab nimmt. Jetzt warten und hoffen die Beteiligten – mit Ausnahme der Investoren – auf eine schnelle Abwicklung der Verstaatlichung der HRE. Mit einem positiven Beschluss des Bundesrats wird bereits für die laufende Woche gerechnet.
Keine Kommentare » Kategorien: Finanzkrise, Hypo Real Estate von as am 11. 2 2009 um 16:52 Uhr
Seit heute ist die Hypo Real Estate 100 Milliarden Euro schwer – zumindest wenn man die Summe der staatlichen Hilfsgelder als Maßstab nimmt. Mit frischen 10 Milliarden Euro umfasst die Gesamthöhe der Staatshilfen und -garantien für den Immobilienfinanzierer jetzt exakt 102 Milliarden Euro.
Trotz der exorbitanten Hilfsleistungen des deutschen Staats steht die Zukunft der Hypo Real Estate weiter auf tönernen Füßen. Es drängt sich der Eindruck auf, die Hypo Real Estate sei weniger im Bereich Immobilienfinanzierung, denn in der Geldvernichtung aktiv. Ob die Entscheidung gegen eine Insolvenz und für die Staatshilfe richtig war, mag im Licht der aktuellen Entwicklungen getrost bezweifelt werden.Keine Kommentare » Kategorien: Hypo Real Estate, Deutsche Bank, Finanzkrise, Commerzbank, Börse, Konjunktur, Postbank von as am 30. 10 2008 um 09:50 Uhr
Der Süddeutschen Zeitung vorliegenden Informationen zufolge planen führende deutsche Privatbanken, das staatliche Hilfspaket in Anspruch zu nehmen. Demnach wollen Commerzbank, Dresdner Bank und Postbank in einer konzertierten Aktion staatliche Bürgschaften beantragen. Ebenfalls beteiligt sein soll die Deutsche Bank, deren Chef Josef Ackermann unlängst verkündet hatte, dass er sich schämen müsse, würde er das Hilfspaket der Bundesregierung annehmen.
Der Grund für ein koordiniertes Vorgehen der führenden Privatbanken gründet auf der Angst um eine Abstrafung durch die Aktienmärkte. Die Annahme staatlicher Hilfen ist gleichbedeutend mit einem Eingeständnis eigener Schwäche – der umgehende Absturz des Aktienkurses wäre die logische Folge. Ein kollektives Eingeständnis der prekären Situation soll jedoch, so ist anzunehmen, die negativen Auswirkungen an der Börse minimieren.
Bis zum jetzigen Zeitpunkt hat mit der Hypo Real Estate lediglich eine private Bank das Hilfsangebot aus Berlin angenommen. Im Lager der Landesbanken traf das Paket auf wesentlich mehr Zuspruch, haben doch bereits die Bayern LB, die West LB und die HSH Nordbank den Griff in die Töpfe voller Staatsgeld getan.Keine Kommentare » Kategorien: Finanzkrise, Hypo Real Estate von ls am 6. 10 2008 um 13:15 Uhr
Seit Sonntag Abend steht ein neues Rettungspaket für die Hypo Real Estate – und die Forderungen nach personellen Konsequenzen des Zusammenbruchs einer der größten deutschen Hypothekenbanken werden lauter. Die Deutschen jedoch plagt derzeit vorrangig die Sorge um ihre Einlagen. Um zu verhindern, dass Sparer ihr Geld vom Konto in den Sparstrumpf verlagern, hat Bundeskanzlerin Merkel die Sicherheit von Einlagen auf privaten Girokonten und Sparbüchern, sowie von Termingeldern garantiert. Durch die Staatsgarantie wird die klassische, gesetzlich vorgeschriebene Einlagensicherung von bis zu 20.000 Euro pro Kopf auf insgesamt 568 Mrd. Euro erweitert. Zuvor hatten bereits die Regierungen von Irland und Griechenland eine Garantie für die Einlagen privater Sparer abgegeben, was vermutlich die schnelle Reaktion seitens der deutschen Regierung auslöste. Zumindest diese Sorge ist also vorerst vom Tisch, der Problemfall Hypo Real Estate jedoch noch lange nicht.
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