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Wegweiser: Direktbankvergleich > Blog > Kategorie: FinanzkriseKategorie: Finanzkrise
Kategorien: Finanzkrise von as am 17. 3 2010 um 17:05 Uhr
4 Promille betrug im vergangenen Monat die Inflation, ein Wert, der eigentlich höchstens Ängste vor einer Deflation schüren sollte. Doch die Hauptsorge der deutschen Anleger ist – wie könnte es auch anders sein – eine mögliche Geldentwertung.
Historisch begründet werden kann die in Deutschland besonders stark ausgeprägte Angst der Anleger vor einer Inflation durch die Erfahrung aus der Zeit der Weltwirtschaftskrise, die zugleich das Ende der ersten deutschen Demokratie, der Weimarer Republik, einleitete. Doch liegt der Schwarze Freitag nun bereits über 80 Jahre zurück und eine rasante Geldentwertung gab es auch immer wieder in anderen Staaten.
Die Inflationsangst ist wohl wie eine besondere deutsche Phobie, die sich nicht nur in aktuellen Umfragen niederschlägt. Auch das Interesse an inflationsgeschützten Wertpapieren ist derzeit ausgeprägt wie selten zuvor. Der Immobilienmarkt, über Jahre hinweg ein Hort der Ruhe, scheint ebenfalls langsam aber sicher warmzulaufen, schichten doch immer mehr Bürger einen beträchtlichen Teil ihres Vermögens in Wohneigentum um – mit all den bekannten Konsequenzen.
Dass China erst kürzlich einen deutlichen Anstieg der Inflationsrate auf 2,70 Prozent vermeldete, trug auch nicht gerade zur Beruhigung der Gemüter bei. Dabei gibt es aktuell noch keinerlei Anzeichen dafür, dass sich auch im Euro-Raum ein Zeit steigender Güterpreise anbahnt. Zwar lässt die Geldtheorie keine Zweifel daran, dass eine deutliche Ausweitung der Geldmittel durch die Europäische Zentralbank zwangsläufig inflationäre Tendenzen zur Folge hat, doch die Realität hält sich bekanntlich nicht immer an die Vorgaben der Theorie.Keine Kommentare » Kategorien: Finanzkrise, Geschäftsergebnis von as am 12. 3 2010 um 14:24 Uhr
Auch die altehrwürdige Bundesbank bleibt nicht von den Auswirkungen der Krise verschont: Im Vergleich zum Vorjahr sank 2009 ihr Gewinn um rund ein Drittel. Trotz des Einbruchs konnten Bundesbankchef Weber und seine Mitarbeiter einen Gewinn von 4,1 Milliarden Euro einfahren.
Schuld an dem „schlechten“ Ergebnis ist die Europäische Zentralbank, respektive der niedrige Leitzins, für den die EZB verantwortlich ist. Die historisch niedrigen Zinsen haben im vergangenen Jahr dazu geführt, dass die Zinserträge – die Haupteinnahmequelle der Bundesbank – deutlich gesunken sind. Da jedoch gleichzeitig auch die Zinsbelastung der Bank durch den niedrigen Leitzins reduziert wurde, blieb es bei einem moderaten Gewinnrückgang von etwas über 2 Milliarden Euro.Keine Kommentare » Kategorien: Finanzkrise von as am 8. 3 2010 um 17:12 Uhr
Vorbild Obama: Während der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika bereits einen Gesetzesentwurf vorgelegt hat, der die US-Großbanken für zehn Jahre zur Zahlung einer Sondersteuer auf das Bankvermögen verpflichtet, beginnt in der Bundesrepublik gerade erst die Debatte.
Zwar hat die Bundesregierung bekannt gegeben, die Banken mit einer Sonderabgabe an den Kosten der Finanzkrise zu beteiligen, wie die Abgabe jedoch genau ausgestaltet werden soll, ist noch unklar. Die verbale Speerspitze stellt wieder einmal die bayerische CSU, die eine pauschale Abgabe auf die Bilanzsumme der Banken in Höhe von 0,10 Prozent fordert. Auf Seiten der unternehmensnahen FDP wiederum werden Stimmen laut, die eine pauschale „Strafabgabe“ auf alle Banken ablehnen.
Das Bundesfinanzministerium arbeitet währenddessen bereits an einem Gesetzesentwurf, der noch in diesem Frühjahr spruchreif sein soll. Dennoch zieht Minister Schäuble eigenen Aussagen zufolge eine international koordinierte Abgabe einem deutschen Alleingang vor. Zeit zur Aussprache wird das Treffen der G 20 Mitte Mai bieten.Keine Kommentare » Kategorien: EZB, Finanzkrise, Zinsänderung von as am 3. 3 2010 um 17:00 Uhr
Morgen ist es mal wieder soweit: Die Spitze der Europäischen Zentralbank trifft sich, um die Politik der EZB für die kommenden Wochen festzulegen. Als sicher darf gelten, dass eine Erhöhung des Leitzinssatzes dabei nicht zur Debatte steht. Dementsprechend ist nicht damit zu rechnen, dass es in nächster Zeit zu einer deutlichen Veränderung der Zinsen der Geschäftsbanken kommen wird.
Neuesten Umfragen zufolge gehen sogar immer mehr Experten davon aus, dass es in diesem Jahr überhaupt nicht mehr zu einer Zinswende kommen wird, die Euro-Zone sich also bis 2011 mit einem Leitzins von 1,00% zufrieden geben muss. Noch Ende letzten Jahres war es allgemeiner Konsens, dass im zweiten oder dritten Quartal 2010 mit einer Erhöhung der Leitzinsen zu rechnen ist, ein Standpunkt, den heute kaum noch ein Finanzexperte vertritt.
Treten die Vorhersagen ein, werden die Bankkunden also noch für lange Zeit mit niedrigen Anlagezinsen leben müssen. Auf der Habenseite stehen aber zum Beispiel die Baukredite, die zum Teil äußerst günstige Konditionen bieten. So ist auch der Niedrigzins eine Medaille mit zwei Seiten.Keine Kommentare » Kategorien: Finanzkrise, Geschäftsergebnis von as am 24. 2 2010 um 17:01 Uhr
2009 war für viele amerikanische Banken ein Tiefpunkt in ihrer Geschichte: Auf Staatsgeld angewiesen, mussten zahlreiche Top-Banker vor genau einem Jahr vor dem amerikanischen Kongress zu Kreuze kriechen. Und dennoch war es kein verlorenes Jahr, zumindest nicht für die Spitzenkräfte der Wall Street.
Obwohl die Talsohle der Finanzkrise im vergangenen Jahr gerade erst überwunden werden konnte, gönnen die Banken ihren Managern bereits wieder hohe Bonuszahlungen. Rund 20 Milliarden US-Dollar flossen insgesamt an Sondervergütungen, eine fast 20-prozentige Steigerung im Vergleich zum Vorjahr. Die Begeisterung über die Höhe der Boni wird sich sicher nicht nur bei der amerikanischen Bevölkerung in Grenzen halten, auch das Weiße Haus dürfte sich nur bedingt freuen, hat Präsident Obama die Bankenbranche doch unlängst zu mehr Bescheidenheit ermahnt.
Erfolglos, wie es scheint.Kommentare (1) Kategorien: Finanzkrise, Royal Bank of Scotland von as am 9. 2 2010 um 16:22 Uhr
Eigentlich nur eine Randnotiz der Finanzkrise, zeigt eine aktuelle Meldung aus dem Vereinigten Königreich, dass auch britische Bänker sehr verärgert sind, wenn sie nicht ihre versprochenen Boni erhalten. Mit einem Massenexodus ist gar zu rechnen, sollten die Mitarbeiter der Royal Bank of Scotland nicht ihre Bonuszahlungen erhalten, fürchten die Aktionäre der schottischen Großbank.
Um dies zu verhindern, plant die RBS die Ausschüttung einer wahrhaft königlichen Summe von bis zu 1,5 Milliarden. Besonders pikant ist dabei, dass die „Royal Boni of Scotland“ vom britischen Steuerzahler querfinanziert werden, musste die Bank doch im vergangenen Jahr einen herben Verlust von 8 Milliarden Euro einfahren und befindet sich darüber hinaus noch zu beinahe 85 Prozent in Staatsbesitz.
In der Londoner City mag die Nachricht also vielleicht Freude hervorrufen, der Rest des Königreichs wird jedoch – die Prognose sei gewagt – weniger begeistert sein.Keine Kommentare »
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