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Wegweiser: Direktbankvergleich > Blog > Kategorie: FinanzkriseKategorie: Finanzkrise
Kategorien: Finanzkrise von as am 31. 5 2010 um 16:19 Uhr
Eigentlich ist das Milliarden-Minus, mit dem der Bankenrettungsfonds Soffin das Jahr 2009 abschließt, weder eine überraschende, noch eine besonders beunruhigende Nachricht. Die rund 4,3 Milliarden Euro Verlust zeigen doch eigentlich, dass der Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung - kurz Soffin - seine Arbeit getan hat, nämlich Banken zu retten.
Die Details, die hinter den 4,3 Milliarden Euro Verlust stehen, sind jedoch weniger beruhigend: Zwar konnte der Soffin einen operativen Überschuss von beinahe einer halben Milliarde Euro einfahren, die Abwertung von Beteiligungen hat das Plus jedoch leicht wieder auffressen können. So musste alleine die Beteiligung des Soffin an der maladen Hypo Real Estate und deren Tochter Deutsche Pfandbriefbank um mehr als 4,5 Milliarden im Wert korrigiert werden. Ob die Verluste tatsächlich auch realisiert werden müssen (und vielleicht auch noch im Wert steigen), wird allerdings von der Entwicklung der Restrukturierung der HRE abhängen und ist heute noch nicht absehbar.Keine Kommentare » Kategorien: Finanzkrise, Geschäftsergebnis, Royal Bank of Scotland von as am 12. 5 2010 um 17:06 Uhr
Das Jahr 2010 scheint ein gutes Jahr für die RBS, Schottlands größter und zugleich am schwersten von der Finanzkrise in Mitleidenschaft gezogene Bank, zu werden. Nachdem die mittlerweile teilverstaatlichte Großbank im vergangenen Jahr in die roten Zahl rutschte, konnte sie im ersten Quartal des neuen Jahres bereits wieder einen Gewinn ausweisen.
Mit rund 840 Millionen Euro liegt der Gewinn zwar noch weit entfernt von allen Maßstäben, die vor der Finanzkrise galten, ein Zeichen der Besserung ist er dennoch. Die Verbesserung der Bilanz liegt zu nicht unwesentlichen Teilen an der deutlich zurückgefahrenen Risikovorsorge, die noch im vergangenen Jahr zu enormen Abschreibungen führte. Im Gegensatz zum allgemeinen Trend musste die Royal Bank of Scotland jedoch deutliche Einbußen im Bereich Investmentbanking verkraften, in diesem Geschäftsfeld sank im Vergleich zum Vorjahr der Gewinn um rund 50%.
Ein Ausstieg des britischen Staats aus der RBS, derzeit befinden sich rund 83% der Bank in Staatsbesitz, ist trotz der positiven Entwicklung wohl auf absehbare Zeit nicht realisierbar, was schon anhand der weiterhin hohen Abschreibungen deutlich zu erkennen ist. Keine Kommentare » Kategorien: Deutsche Bank, Finanzkrise, Geschäftsergebnis von as am 29. 4 2010 um 16:55 Uhr
Freude in Frankfurt: Für das erste Quartal 2010 kann Josef Ackermann das zweitbeste Quartalsergebnis der Unternehmensgeschichte der Deutschen Bank vermelden: 1,8 Milliarden Euro Plus nach Steuern. Ohne Steuerabzug wächst der Gewinn sogar noch einmal um eine weitere Milliarde. Als wären die reinen Zahlen nicht schon beeindruckend genug, darf nicht vergessen werden, dass sich die Deutsche Bank (und mit ihr das gesamte Finanzsystem) noch immer in einer der größten Krisen aller Zeiten befindet.
Doch gerade die Krise ist es, die die außergewöhnlichen Gewinne erst ermöglicht: Allein das Investmentbanking-Geschäft der Deutschen Bank hat in den ersten drei Monaten des Jahres einen Gewinn von rund 2,7 Milliarden Euro (vor Steuern) verbuchen können, gleichzeitig konnte die Risikovorsorge bereits wieder deutlich zurück gefahren werden. Während Unsicherheiten und Schwankungen der Märkte den Investmentbänkern die Möglichkeit in die Hand gegeben haben, hohe Gewinne einzufahren, läuft das „normale“ Bankgeschäft der Deutschen Bank bestenfalls durchschnittlich – nennenswerte Überschüsse wurden in diesem Sektor nicht erzielt. Einmal mehr zeigt sich die Dominanz des Investmentbankings in den Bilanzen der Finanzinstitute.
P.S.: Wenn Sie Sich am 30.04. (also am kommenden Freitag) zufällig in Frankfurt aufhalten, sollten Sie Ausschau nach den Mitarbeitern der NIBC Direct halten: Die niederländische Bank verschenkt zum traditionellen Königinnentag in der Frankfurter Innenstadt und im Bankenviertel 1.000 Blumensträuße.
Bleibt nur noch zu sagen: Hup Holland! Hup koningin!Keine Kommentare » Kategorien: EZB, Finanzkrise, Zinsänderung von as am 9. 4 2010 um 14:42 Uhr
Seit nunmehr elf Monaten steht der Leitzins der EZB unverändert bei 1,00 Prozent – und auch diese Woche hat Claude Trichet, der Kopf der Europäischen Zentralbank, den Zinssatz nicht angetastet. Damit bestätigt die Zentralbank einerseits die Erwartungen fast aller Finanzexperten, die eine „Erholung“ des Leitzinses mittlerweile erst im kommenden Jahr verorten, andererseits enttäuscht die EZB dabei natürlich auch die Hoffnungen aller Privatanleger, die auf höhere Zinsen im Bereich der Tagesgeld- und Festgeldkonten hoffen.
Nachdem die Europäische Zentralbank die europäischen Geschäftsbanken nun bereits seit einem Jahr massiv mit günstigem Geld versorgt, ist es keine große Überraschung, dass mit schöner Regelmäßigkeit auf die Gefahr der Inflation verwiesen wird. Bisher allerdings zu Unrecht. Wer die Entwicklung der Geldmenge M3 – des wichtigsten Indikators für die Inflation der Geldmenge im Euro-Raum - in den letzten Monaten betrachtet (http://www.bundesbank.de/statistik/statistik_ewu.php), wird schnell feststellen, dass nicht nur keine inflationären Tendenzen existieren, sondern sogar ein leicht deflationärer Trend vorherrscht.
Zu erklären ist diese Entwicklung dadurch, dass die Kreditvergabe der Geschäftsbanken im Laufe der Finanzkrise zum Teil drastisch eingebrochen ist, das günstige (und zahlreich vorhandene) Geld der Zentralbanken also letztlich nicht im Wirtschaftskreislauf angekommen ist. Als entsprechend vernünftig ist demnach auch die aktuelle Politik der EZB zu bewerten, die bei einer zu frühen Zinserhöhung einen Anstieg der deflationären Tendenzen riskieren würde.Keine Kommentare » Kategorien: Finanzkrise, Sparkasse von as am 31. 3 2010 um 15:24 Uhr
Noch immer wird in Politik und Wirtschaft heiß über die Ausgestaltung der Bankenabgabe diskutiert, doch langsam sind bereits erste Konturen auszumachen. So soll aufgrund des Drucks von Seiten der Sparkassen sowohl das Volumen der Abgabe auf eine Milliarde Euro begrenzt werden, als auch die Hauptlast den Privatbanken zufallen.
Im Lager der öffentlichen Banken regt sich zudem Kritik, dass die Sonderabgabe auf Banken beschränkt bleiben soll, Marktteilnehmer wie Hedgefonds also völlig außen vor blieben. Auch die Privatbanken, die laut eines Entwurfs des Finanzministeriums rund zwei Drittel der Abgabe schultern sollen, zeigen sich erwartungsgemäß wenig erfreut und verweisen auf die hohen Verluste der Landesbanken, die in besonderem Maße auf Staatshilfe angewiesen waren und immer noch sind.
Dass die geplante Bankenabgabe überhaupt in der Lage sein wird, das Verhalten der Kreditinstitute in gewünschte Bahnen zu lenken, darf aufgrund der relativ geringen Belastung bezweifelt werden. Auch als zusätzliche Einnahmequelle des Staats kann man die Abgabe bei einer geplanten Höhe von einer Milliarde Euro plus/minus ein paar hundert Millionen getrost als Tropfen auf den heißen Stein bezeichnen.Keine Kommentare » Kategorien: Commerzbank, Finanzkrise, Sparkasse von as am 22. 3 2010 um 10:34 Uhr
Aus der Finanzkrise ist die Commerzbank alles andere als gestärkt hervorgegangen: Um ihre Kreditwürdigkeit sicherzustellen, stellte der deutsche Staat der Großbank im vergangenen Jahr beinahe 20 Milliarden Euro staatlicher Hilfen und Sicherheiten zur Verfügung. Auch heute noch hängt die Bank am Geldtopf des Staates, eine baldige Rückzahlung steht wohl nicht an.
Genau diese ausgeprägten Finanzhilfen des Bundes sind es, die der Commerzbank den Zorn der Sparkassen, allen voran des Vorsitzenden des Sparkassen- und Giroverbands Haasis, eingebracht haben. Haasis kritisiert vor allem, dass die Commerzbank die staatlichen Hilfsmittel dazu nutzen würde, Neukunden mit überdurchschnittlich guten Angeboten anzulocken. Der faire Wettbewerb sei durch die reichlich vorhandenen Staatsmittel verzerrt.
Dies ist nicht das erste Mal, das aus den Reihen der Sparkassen Kritik an der offensiven Produktpolitik der Commerzbank geäußert wird. Doch schon im vergangenen Jahr blieb die Kritik ohne Konsequenzen und auch 2010 deutet wenig darauf hin, dass Politik oder Bankenaufsicht aktiv wird.Keine Kommentare »
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