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Wegweiser: Direktbankvergleich > Blog > Kategorie: DeutschlandKategorie: Deutschland
Kategorien: SEB, Deutschland, Santander von as am 15. 6 2010 um 17:05 Uhr
Noch immer sucht die schwedische SEB nach einem Käufer für das Filialnetz in Deutschland, doch es gibt bereits einen Kandidaten, der besonders heiß gehandelt wird: Laut Informationen der „Financial Times Deutschland“ ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit damit zu rechnen, dass die spanische Santander die rund 170 Filialen der SEB übernehmen wird.
Der voraussichtliche Kaufpreis wird sich wohl im 500 Millionen Euro-Bereich bewegen, der Betrag wird schon seit geraumer Zeit als möglicher Kaufpreis gehandelt. Hauptkonkurrent der Santander im Bieterkampf ist (oder war) die italienische Unicredit, die ihr Geschäft in Deutschland mit Hilfe der Filialen der SEB zu stärken sucht(e).
Mit dem Kauf der SEB-Filialen würde die spanische Santander ihre Einkaufsstrategie fortsetzen, die sie bereits in den vergangenen Jahren zum Beispiel in Frankreich und Großbritannien aggressiv umgesetzt hat.
Keine Kommentare » Kategorien: Europäische Union, Deutschland, Recht, Verbraucherschutz, Kredite von ls am 11. 6 2010 um 17:04 Uhr
Seit heute gilt die neue Verbraucherkreditrichtlinie verbindlich für alle Kreditgeber – doch was ändert sich dadurch konkret für den Verbraucher? Die größte Veränderung betrifft die sogenannten vorvertraglichen Informationspflichten, die Anbieter gegenüber Kreditnehmern erfüllen müssen.
Zu den verpflichtenden Angaben gehören nach §6a PAngV die Nettodarlehenssumme (Betrag, der an den Kreditnehmer ausgezahlt wird), der Sollzins (während der Laufzeit anfallende Zinsen), der effektive Zinssatz (anfallende Kosten für das Darlehen, inklusive Bearbeitungsgebühr) die möglichen Laufzeiten sowie sonstige Kosten. Neu ist auch der sogenannte „2/3-Zinssatz“ - sozusagen die Wahrheit hinter dem Lockzins. Kredtitgeber sind verpflichtet, einen effektiven Zins zu nennen, den zwei Drittel der Kreditnehmer auch tatsächlich erhalten. Eine Pflicht, die manche Banken wohl eher ungern erfüllen, da bei bonitätsabhängigen Krediten der „2/3-Zins“ mehr oder weniger deutlich über dem Zins liegt, der als Lockzins oder auch „Schaufensterzins“ bekannt ist.
Zwei weitere Rechte, die der Verbraucher durch die EU-Richtlinie erhält, sind das Recht auf einen Tilgungsplan, der allerdings beantragt werden muss, sowie das Recht auf vorzeitige Teil- beziehungsweise Volltilgung des Kredits. Der Verbraucher kann den Kredit jederzeit tilgen, allerdings sind die Banken berechtigt, eine Vorfälligkeitsentschädigung zu verlangen. Diese Entschädigung darf jedoch maximal 1,00 Prozent des zurückgezahlten Betrags betragen, bei Restlaufzeiten unter einem Jahr maximal 0,5 Prozent.
Obwohl die Banken Monate für die Umsetzung der neuen Verbraucherkreditrichtlinie Zeit hatten, gleicht die Umstellung bei einigen Branchenvertretern eher einer Hau-Ruck-Aktion. Die Liste reicht von falsch berechneten Zinsen bis hin zu Banken, die ihr Angebot aus Unsicherheit zumindest vorübergehend eingestellt haben – von Einheitlichkeit keine Spur. Mehr über die Probleme auf Anbieterseite lesen Sie nächste Woche im letzten Teil unserer Serie.
Wir wünschen allen Lesern ein sonniges WM-Wochenende und unserer Nationalmannschaft eine erfolgreiche Weltmeisterschaft!Keine Kommentare » Kategorien: Deutschland, Geldautomaten, Kreditkarten, Sicherheit, Verbraucherschutz von ls am 16. 2 2010 um 17:41 Uhr
Dass 2010 nicht als das „Jahr der Chipkarte“ in die Geschichte eingehen wird, steht wohl spätestens seit gestern fest: Britischen Forschern ist es gelungen, das sogennante EMV-Verfahren mit einem simplen Trick auszuhebeln und das Bezahlen ohne korrekte PIN zu ermöglichen. Das girocard-System steht damit zum zweiten Mal in diesem Jahr in der Kritik – und den Schlagzeilen.
Was steckt hinter dem Trick der britischen Forscher? Das EMV-Verfahren (benannt nach Euro-, Master- und Visacard) ermöglicht es, dass die Chipkarte, egal ob girocard oder Kreditkarte, mit dem Terminal „kommuniziert“. Ein einfaches Beispiel: An der Kasse wird man entweder dazu aufgefordert, seine PIN-Nummer einzugeben, oder die Transaktion per Unterschrift zu bestätigen. Welche dieser beiden Arten der Verifikation stattfindet, entscheidet das Terminal und teilt dies der Karte mit. Wird die Eingabe einer PIN gefordert, wartet das Terminal auf die Bestätigung der Karte, ob die eingegebene PIN akzeptiert wird.
Das Team um Ross Anderson hat jetzt gezeigt, dass durch eine sogenannte „Man-in-the-Middle-Attacke“ die Kommunikation manipuliert werden kann. Dem Karten-Terminal kann vorgetäuscht werden, die Karte habe die PIN akzeptiert, während der Karte suggeriert wird, das Terminal verlange nur eine Unterschrift zur Verifikation. Das Tückische – egal welche PIN jetzt eingegeben wird, das Terminal spuckt einen Beleg aus, der die Verifizierung per PIN bestätigt.
Der Zentrale Kreditausschuss (ZKA) reagierte diesmal schneller auf die lauter werdenden Stimmen und gab heute bereits Entwarnung. Das deutsche girocard-System sei durch EMV-Spezifikationen sicher vor derartigen Manipulationsversuchen, die Vorspiegelung einer korrekten PIN-Prüfung sei nicht möglich. Dass der ZKA diese Antwort geben würde, hatte Ross Anderson vorausgesagt – und die Aussage angezweifelt.
Auch wenn eine endgültige Klärung noch aussteht, müssen Verbraucher nicht in Panik verfallen. Im Gegenteil: Lag bisher ein Fall von Kartenmissbrauch vor, bei dem der Gauner anscheinend im Besitz der korrekten PIN-Nummer war, wiesen die Banken in den meisten Fällen die Schuld dem Kartenbesitzer zu. Dies zu beweisen, dürfte den Banken nach den neusten Erkenntnissen deutlich schwerer fallen. Als Verbraucher sollte man das jedoch keineswegs als „Freifahrtschein“ sehen – wer die grundlegenden Sicherheitsmaßnahmen beim Bezahlen und Geld abheben per Chipkarte einhält, fährt immer noch am sichersten. Keine Kommentare » Kategorien: Deutschland, Finanzkrise, Konjunktur, Kredite von as am 2. 2 2010 um 17:19 Uhr
Laut einer aktuellen Verlautbarung der Bundesbank gibt es trotz der Finanzkrise – und zahlreicher gegenteiliger Behauptungen - keine Kreditklemme, unter der die deutsche Wirtschaft leiden würde. Zwar sei es derzeit für einige Unternehmen aufgrund ihrer wirtschaftlich prekären Lage schwierig, einen Kredit zu bekommen, die allgemeine Versorgung der Wirtschaft mit liquiden Mitteln ist laut Bundesbank jedoch weiterhin gesichert.
Ähnliches hat die Schufa für das Privatkundengeschäft zu vermelden. Auch hier konnte für das vergangene Jahr keine Kreditklemme festgestellt werden, so gibt es keinerlei Anzeichen dafür, dass die Banken ihre Kreditvergabe an Privatkunden eingeschränkt haben. Weniger beruhigend ist allerdings das, was die Schufa noch zur aktuellen Lage auf dem Kreditmarkt zu sagen hat: Ein immer größerer Anteil der Privatkredit fällt aus, verglichen mit dem Jahr 2008 stieg der entsprechende Wert gar um 7 Prozent. Ein klares Indiz dafür, dass die Krise auch in den Geldbörsen der Bürger angekommen ist.
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