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Wegweiser: Direktbankvergleich > Blog > Kategorie: AbgeltungssteuerKategorie: Abgeltungssteuer
Kategorien: Aktiendepot, Abgeltungssteuer, Tipp der Woche von as am 18. 12 2008 um 17:15 Uhr
Abgeltungssteuer, Abgeltungssteuer, Abgeltungssteuer – immer schneller nähert sich das Jahresende und die zahllosen Tipps und Empfehlungen zum Umgang mit der neuen Steuer wollen einfach nicht weniger werden. Daher zuerst das Versprechen, dass an dieser Stelle und in diesem Jahr das Wort Abgeltungssteuer (nach dieser Meldung) nicht mehr auftauchen wird.
Obwohl die meisten Anleger ihre Entscheidungen für dieses Jahr bereits getroffen haben, steht für manch einen noch die Frage im Raum, ob er vor dem 31.12. Wertpapiere kaufen und damit eine Besteuerung der (eventuellen) Wertzuwächse vermeiden soll.
Anhand eines kleinen Rechenbeispiels lässt sich die Problemstellung leicht erörtern: Josef A. kauft sich am 26.12.2008 10 Aktien zu 100 Euro das Stück. Nach zehn Jahren stehen seine Aktien bei 200 Euro, macht einen Gewinn von 1000 Euro. Da er in unserem Fall seine Aktien erst nach zehn Jahren verkauft, muss er keine Steuern zahlen und fährt damit eine Gesamtrendite von 100 Prozent ein. Hätte er die Aktien eine Woche später, am 02.01.2009, zum gleichen Kurs gekauft, müsste er seinen Gewinn unabhängig von der Anlagedauer versteuern. Nach Steuern blieben ihm dann lediglich 750 Euro (vereinfachte Rechnung) übrig, woraus sich eine Rendite nach Steuern in Höhe von 75 Prozent ergibt.
Ein eindeutiges Votum für den Kauf in 2008? Nicht unbedingt. Wenn die Aktienkurse im kommenden Jahr stabil bleiben oder steigen, dann wäre ein schneller Einstieg Pflicht. Falls die Börsen im Lichte einer sich immer stärker in Richtung Jahrhundertrezession bewegenden Weltkonjunktur weiter auf Talfahrt gehen, kann sich eine vorschnelle Investition, Abgeltungssteuer hin oder her, leicht als Fehler herausstellen. Wenn der Anleger aus unserem Beispiel Ende 2009 die Aktien für 70 Euro pro Aktie kaufen kann (bei gleichbleibender Wertentwicklung über 10 Jahre), stiege sein Gewinn bei einer Investition von 1000 Euro auf 1857 Euro vor Steuern und 1393 Euro nach Steuern. 139 Prozent Rendite – und das trotz Abgeltungssteuer.
Man sollte seine Investitionsentscheidung und den Zeitpunkt also von den Zukunftserwartungen abhängig machen. Leider erweisen sich Erwartungen oftmals als falsch, aber dieses Risiko lässt sich nicht vermeiden. Wer für kommendes Jahr sinkende Aktienkurse erwartet, wie es derzeit viele Börsenexperten tun, sollte also mit dem Aktienkauf warten. Wer meint, die Talsohle sei bereits durchschritten, sollte allerdings noch vor dem Sylvesterabend sein Geld investieren.
Keine Kommentare » Kategorien: Abgeltungssteuer, Aktiendepot, Börse von as am 19. 11 2008 um 10:36 Uhr
Im ersten Halbjahr noch Lieblingskind der Deutschen wenn es darum ging, sich Sorgen um die eigenen Finanzen zu machen, hat die Finanzkrise der Abgeltungssteuer in den vergangenen Monaten locker den Rang abgelaufen. Dennoch sollte man jetzt, wo sich das Jahr dem Ende zuneigt, langsam wieder an die zum 01.01.2009 in Kraft tretende Steuer denken.
Vor allem für Aktienbesitzer lohnt es sich, noch vor Jahresende etwas Zeit in die Finanzplanung zu investieren. Alle Wertpapiere, die bis zum 31.12. diesen Jahres gekauft werden, fallen noch unter die alte steuerliche Regelung, dass Kursgewinne steuerfrei sind, wenn die Aktie für mindestens 12 Monate im Depot liegt. Wessen Depot sowieso entrümpelt werden muss, sollte das frei werdende Kapital also möglichst noch in diesem Jahr reinvestieren.
Um Probleme mit dem FIFO-Prinzip bei der Besteuerung von Wertpapieren zu umgehen, lohnt sich zudem ein zweites Aktiendepot. Bei Veränderungen im Depot geht der Fiskus immer davon aus, dass die Wertpapiere, die zuerst geordert wurden, auch wieder als erstes veräußert werden: First In – First Out. Und hier liegt auch das Problem. Kursgewinne von im kommenden Jahr gekauften Aktien und Wertpapieren unterliegen immer der Abgeltungssteuer, ältere Papiere jedoch nur dann, wenn sie kürzer als ein Jahr im Depot liegen. Wenn alte und neue Aktien eines Unternehmens im selben Depot liegen, werden immer die älteren Aktien zuerst veräußert. Wegen der Steuerbefreiung der Spekulationsgewinne will man aber gerade die älteren Aktien möglichst lange im Portfolio halten.
Abhilfe verspricht ein zweites Depotkonto, in dem ausschließlich Wertpapiere landen, die ab dem 1. Januar 2009 angeschafft werden. Mit dem "doppelten Depot" entgeht man geschickt der FIFO-Regel und kann die Steuerbefreiung maximal ausschöpfen.Kommentare (1)
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