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Wegweiser: Direktbankvergleich > Blog > 2008 – Das Jahr aus Sicht der Direktbanken 2008 – Das Jahr aus Sicht der DirektbankenUm den Schluss gleich vorwegzunehmen: Ein gutes Jahr war 2008 für die Direktbanken nur bedingt, zu schwer wog die Bürde der Finanzkrise. So mussten die meisten Direktbanken sinkende Wachstumsraten hinnehmen, konnten sich aber dennoch gegen den negativen Trend stemmen. Als Ausnahme von der Regel sticht lediglich die isländische Kaupthing hervor, die im Oktober ihre Geschäftstätigkeit komplett eingestellt hat. Bis jetzt ist sie das prominenteste und spektakulärste Opfer der globalen Finanzkrise, zumindest wenn man lediglich den deutschen Markt betrachtet.
Online Broker und Anbieter von Aktiendepots waren die Profiteure der Finanzkrise. Im ersten Halbjahr noch mit unterdurchschnittlichen Umsätzen kämpfend, erwies sich der volatile Aktienmarkt in der zweiten Jahreshälfte für sie als echter Glücksfall. Durch die hektischen Ausschläge der Börsenkurse stieg die Orderzahl und damit auch der Umsatz der Online Broker stark an.
Insgesamt betrachtet konnten sich die Direktbanken in Deutschland weiter als wichtiger Bestandteil der Bankbranche etablieren. Vor allem im Bereich Girokonto, Tagesgeld und Festgeld machen sie mehr denn je den etablierten Filialbanken Kunden abspenstig. Mit kostenlosen Girokonten und hochverzinstem Tages- und Festgeld bieten Direktbanken eine Produktpalette, die die Bedürfnissen der meisten Kunden befriedigt. Darüber hinaus ist bei mehreren Direktbanken die Tendenz zu erkennen, weitere Produkte anzubieten und somit mehr und mehr die Rolle einer Vollbank zu übernehmen.
Wie ernst die Konkurrenz mittlerweile selbst von den Sparkassen genommen wird, zeigt sich exemplarisch am Bankautomatenstreit. Um Direktbank-Kunden den Zugang zu ihren Konten zu erschweren, verweigerten rund 40 Sparkassen ihnen die Nutzung der hauseigenen Geldautomaten. Der Grund für diese Aktion ist darin zu finden, dass mehrere Direktbanken ihren Kunden kostenloses Geldabheben per Visa Karte ermöglichen.
Das trifft gerade bei den Sparkassen, die besonders unter den Direktbanken zu leiden haben, auf wenig Gegenliebe. Die Retourkutsche mit den Automaten läuft allerdings schlechter als geplant, liegen doch bereits acht Gerichtsentscheidungen vor, die den Sparkassen diese Vorgehen untersagen.
Es bleibt abzuwarten, wie sich Rechtsstreit und wirtschaftliche Situation der Direktbanken im kommenden Jahr entwickeln. Klar ist lediglich, dass die Herausforderungen nicht geringer werden.
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» zurück zu der NachrichtenübersichtDieser Beitrag wurde am 23. 12. 2008 um 13:55 Uhr verfasst und in den Kategorien Direktbanken eingetragen. Sie können zu diesem Artikel Kommentare verfassen und die Kommentare können per RSS Feed nachverfolgt werden. Keine Kommentare »Verfassen Sie eine Antwort
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