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Wegweiser: Direktbankvergleich > Blog > Nach der Krise – Einlagensicherung quo vadis? Nach der Krise – Einlagensicherung quo vadis?Nicht nur die Banken, auch die privaten Sicherungssysteme sind durch die Finanzkrise stark in Mitleidenschaft geraten. Während die gesetzliche Einlagensicherung nur in geringem Maße beansprucht wurde, hat die Lehman-Pleite große Löcher in die Kapitalausstattung des Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands deutscher Banken (BdB) gerissen.
Zwar hält sich der BdB bedeckt, wenn es um die Rücklagen des Sicherungsfonds geht, Gerüchten zufolge sollen jedoch die Kassen praktisch leer sein. Die ersten ernsthaften Zweifel an der Kapitalausstattung des privaten Sicherungsfonds des BdB kamen Anfang des Jahres auf, als der Fonds auf eine fast 7 Milliarden Euro schwere Bürgschaft des Soffin, des staatlichen Rettungsfonds für Banken, zurückgreifen musste. Zudem wurden die Beiträge der Mitglieder kurzerhand verdoppelt, so dass Banken mittlerweile 0,06 Prozent ihrer Verbindlichkeiten in den Fonds einzahlen müssen.
Dennoch deutet nicht nur Ackermanns Forderung nach einer Neugestaltung der Einlagensicherung auf tiefgreifende Probleme hin, die nicht durch eine einfache Beitragserhöhung zu beseitigen sind. Vor allem die institutionellen Anleger sind es, die den Bänkern Sorge bereiten. So überrascht es auch nicht, dass es Überlegungen gibt, den Umfang der Einlagensicherung zu beschränken. Derzeit liegt die Sicherungshöhe bei 30 Prozent des maßgeblichen Eigenkapitals der jeweiligen Bank, ein Modell, dass in der Regel Multimillionen-Euro-Beträge für jeden Kunden der Bank besichert. Selbst eine deutliche Beschneidung der Sicherheitsgarantien sollte dementsprechend für normale Bankkunden unproblematisch sein – institutionellen Anlegern jedoch würde auf diese Weise das Sicherheitsnetz zerrissen.
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» zurück zu der NachrichtenübersichtDieser Beitrag wurde am 24. 11. 2009 um 15:54 Uhr verfasst und in den Kategorien Finanzkrise eingetragen. Sie können zu diesem Artikel Kommentare verfassen und die Kommentare können per RSS Feed nachverfolgt werden. Keine Kommentare »Verfassen Sie eine Antwort
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