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Wegweiser: Direktbankvergleich > Blog > Dammbruch: Der Staat steigt bei der Commerzbank ein Dammbruch: Der Staat steigt bei der Commerzbank einWar im vergangenen Jahr laut Finanzminister Steinbrück eine (Teil-)Verstaatlichung deutscher Banken nicht notwendig, da sie ja in deutlich geringerem Ausmaß von der Finanzkrise betroffen seien als ihre US-amerikanischen und britischen Gegenstücke, so sieht die Lage Anfang 2009 anders aus.
Plötzlich ist die staatliche Beteiligung an der zweitgrößten deutschen Privatbank, der Commerzbank, nicht nur notwendig, sondern auch eine willkommene Hilfe für die deutsche Wirtschaft. Nachdem der Staat der Commerzbank bereits zuvor mit insgesamt 23 Milliarden Euro (8 Milliarden an Stillen Einlagen und 15 Milliarden an Garantien) unter die Arme gegriffen hat, steigt Berlin nun mit 10 Milliarden Euro direkt ein und übernimmt 25 Prozent plus eine Aktie des Kreditinstituts.
Der kurzfristige und entschiedene Eingriff in dieser Höhe, in einer Zeit, in der wochenlang über staatliche Konjunkturpakete gestritten wird, zeigt das Ausmaß der Probleme, in denen die Commerzbank steckt. Nicht nur hat man sich für die Übernahme der Dresdner Bank den denkbar schlechtesten Zeitpunkt ausgesucht, auch hält die Dresdner mehr Überraschungen bereit, als der Commerzbank lieb sein kann. Noch immer ist das gesamte Ausmaß der Altlasten der Allianz-Tochter nicht bekannt, doch wie teuer die Commerzbank die Übernahme zu stehen kommt, lässt sich mittlerweile abschätzen. Ohne staatliche Geldspritze sähe sich die Commerzbank sicher nicht in der Lage, die Übernahme weiter voranzutreiben.
Abgesehen von der Frage, ob die Teilverstaatlichung der Commerzbank ein richtiger Schritt war, wirft die Aktion der Bundesregierung eine grundlegende Frage auf: Bleibt es bei dieser einen Teilverstaatlichung oder war die Commerzbank nur der Anfang? Vieles spricht dafür, dass wir in den kommenden Wochen noch einige staatliche Interventionen sehen werden, denn die Commerzbank ist nicht die einzige deutsche Bank, die durch die Finanzkrise arg in Mitleidenschaft gezogen wurde. Was dies für das Staatsdefizit bedeutet, kann man sich leicht ausmalen.
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» zurück zu der NachrichtenübersichtDieser Beitrag wurde am 9. 1. 2009 um 11:12 Uhr verfasst und in den Kategorien Commerzbank | Finanzkrise eingetragen. Sie können zu diesem Artikel Kommentare verfassen und die Kommentare können per RSS Feed nachverfolgt werden. Keine Kommentare »Verfassen Sie eine Antwort
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