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Wegweiser: Direktbankvergleich > Blog > 2008 – Das Jahr der Bankenübernahmen 2008 – Das Jahr der Bankenübernahmen Die Milliardenverluste der Landesbanken, ein brüsk das Rettungspaket der Bundesregierung zurückweisender Chef der Deutschen Bank und abstürzende Bankaktien – dies sind einige der Bilder des Jahres 2008, die im Gedächtnis bleiben.
Dass 2008 auch das Jahr der großen Bankübernahmen war, ist durch die Flut schlechter Nachrichten in Folge der Finanzkrise jedoch kaum mehr präsent. Das liegt auch daran, dass sich diese Umwälzungen in der Bankenbranche erst in den kommenden Jahren richtig auswirken werden.
Den Anfang machten die Commerzbank und die Dresdner Bank, die in der ersten Septemberwoche ihre Fusion bekanntgaben. Rund 5 Milliarden Euro ist dabei die Dresdner Bank der Commerzbank wert, denn diese Summe erhält der Mutterkonzern der Dresdner Bank, die Allianz. Ergebnis der Fusion beider Institute ist ein neuer deutscher Bankenriese, der nur noch von der Deutschen Bank übertroffen wird.
Die Deutsche Bank war es dann auch, die wenige Wochen nach Bekanntgabe der Fusion von Commerzbank und Dresdner Bank selbst aktiv wurde und sich 30 Prozent der Postbank sicherte. Obwohl die zeitliche Abfolge den Eindruck entstehen lässt, war der Einstieg bei der Postbank wohl keine Reaktion der Deutschen Bank auf die kurz zuvor verkündete Bankenfusion, sondern vielmehr der Versuch, das Privatkundengeschäft auf dem deutschen Markt zu forcieren. Dennoch wird es sehr interessant sein zu beobachten, wie sich Deutsche Bank und Commerzbank/Dresdner Bank in Zukunft positionieren.
Auch außerhalb Deutschlands gab es bereits vor dem Ausbruch der Finanzkrise interessante Entwicklungen im Bankensektor. Dabei in vielen Fällen im Fokus der Aufmerksamkeit: die Banco Santander. So übernahm das spanische Kreditinstitut im Laufe des Jahres nicht nur die britischen Banken Abbey National sowie Alliance & Lester, auch die US-amerikanischen Sovereign und GE Money sowie die ABN Amro Bank standen dieses Jahr auf dem Einkaufszettel der Santander. Möglich wurde diese Übernahmewelle dadurch, dass die Banco Santander weitaus weniger unter der Subprime-Krise gelitten hat als das Gros der Konkurrenz. Mit gefülltem Geldbeutel und geschwächten Banken bot sich so der Santander die einmalige Gelegenheit, sich in Europa und den USA weiter zu etablieren.
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» zurück zu der NachrichtenübersichtDieser Beitrag wurde am 22. 12. 2008 um 17:22 Uhr verfasst und in den Kategorien Santander | Deutsche Bank | Dresdner Bank | Commerzbank | Postbank eingetragen. Sie können zu diesem Artikel Kommentare verfassen und die Kommentare können per RSS Feed nachverfolgt werden. Keine Kommentare »Verfassen Sie eine Antwort
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