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Wegweiser: Direktbankvergleich > Blog > Archiv: April 2009Archiv: April 2009
Kategorien: Girokonto, Tagesgeld, Zinsänderung, comdirect von ls am 23. 4 2009 um 13:37 Uhr
Ja, ist denn heut' schon Weihnachten? Die comdirect scheint es sich zur Aufgabe gemacht zu haben, allein für Licht am tristen Finanzhimmel zu sorgen. Nach der Zinserhöhung beim Tagesgeld PLUS kurz vor Ostern folgt heute eine Umstellung beim Girokonto, die potentiellen Kunden sicher Freude machen wird.
Die wichtigste Änderung vorweg: Das comdirect Girokonto ist ab heute gebührenfrei, unabhängig von Beruf oder monatlichem Mindesteingang. Auch die ec-/Maestro-Karte und die VISA-Karte bleiben kostenlos. Außerdem bietet die comdirect weiterhin die Möglichkeit, zusätzlich zum Girokonto das Tagesgeld PLUS-Konto abzuschließen und sich so bis zu 4,00 Prozent Zinsen aufs Tagesgeld zu sichern.
Um das Girokonto für Neukunden noch interessanter zu machen, wirbt die comdirect seit heute außerdem mit einer Zufriedenheitsgarantie. Um sich einen Willkommensbonus von 50 Euro zu sichern, muss man das Girokonto drei Monate lang aktiv nutzen. Für den Kunden bedeutet das, dass pro Monat mindestens fünf Transaktionen über jeweils 25 Euro oder mehr getätigt werden müssen. Da dazu unter anderem Barabhebungen, Überweisungen sowie sonstige Ein- und Auszahlungen zählen, sollte diese Bedingung nicht allzu schwer zu erfüllen sein.
Wer dennoch feststellt, dass das Girokonto der comdirect nicht alle Erwartungen erfüllt, kann sich außerdem weitere 50 Euro als „Entschädigung“ sichern. Dazu muss nach 12 bis 15 Monaten die Kündigung unter Angabe von Gründen erfolgen. Wie beim Willkommensbonus gilt auch hier die Bedingung, dass das Konto regelmäßig genutzt werden musste, also in den Monaten vor der Kündigung mindestens fünf Transaktionen über 25 Euro oder mehr getätigt wurden.
Keine Kommentare » Kategorien: Zinsänderung, Tagesgeld von as am 22. 4 2009 um 14:29 Uhr
Obwohl die niederländische Credit Europe Bank erst vor Kurzem die Tagesgeldzinsen gesenkt hat, wurde heute eine weitere Anpassung des Zinssatzes angekündigt. Am 8. Mai 2009 wird die Bank den Zinssatz des TopInterest-Kontos von aktuell 3,80 auf 3,30 Prozent p.a. senken.
Die Ankündigung der Credit Europe verspricht jedoch nicht nur einen geänderten Zinssatz für Neukunden, sondern auch eine Fülle an Änderungen für Bestandskunden. Sie bekommen nämlich nicht pauschal die gleichen 3,30 Prozent wie alle Neukunden, sondern werden auch nach dem 8. Mai eine höhere Verzinsung erhalten. Genaue Angaben fehlen allerdings noch.
Was jedoch bereits bestätigt ist, sind die Zinsen, die für Bestandskunden bis dahin gelten: Wer sein Konto vor dem 7. April eröffnet hat, bekommt bis zum 8. Mai weiterhin 4,00 Prozent Zinsen. Wer sein Tagesgeldkonto jedoch erst nach diesem Stichtag eröffnet hat, muss mit 3,80 Prozent vorlieb nehmen.Keine Kommentare » Kategorien: Tagesgeld, comdirect von ls am 21. 4 2009 um 13:28 Uhr
Der Durchschnittszins für Einlagen auf Festgeld- oder Tagesgeldkonten liegt derzeit bei etwa 2,00 Prozent. Der Abstand zu Sparbüchern, die außer Sicherheit wenig zu bieten haben, wird immer geringer. Durch die häufigen Zinsanpassungen läuft man vor allem beim Tagesgeld Gefahr, Zinsen zu verschenken, wenn man im Falle eines besseren Angebots nicht rechtzeitig reagiert und die Einlagen transferiert. Die aktuellen Zinsen im Auge zu behalten, ist bares Geld wert.
Das beste Tagesgeldangebot einer deutschen Bank kommt derzeit von der comdirect. Das Tagesgeld PLUS der Direktbank bietet 4,00 Prozent Zinsen p.a. mit dem entscheidenden Vorteil, dass der Zinssatz bis zum 31.08.2009 garantiert ist – bis dahin kann man sich also beruhigt zurücklehnen. Vorsicht ist jedoch bei der Höhe der Einlagen geboten: Der 4,00-Prozent-Zins gilt bis zu einer Höhe von 10.000 Euro, darüber hinaus werden nur noch bis zu 1,50 Prozent gewährt. Wer genau 10.000 Euro anlegt, überschreitet die Grenze zum niedrigeren Zins bereits drei Monate später, da die Zinsen vierteljährlich ausgezahlt werden. Die comdirect sichert die Einlagen ihrer Kunden bis weit über 1 Mio. Euro hinaus.
Mehr zum Thema:
Wer nicht vergleicht, verliert! Teil 2: Festgeld
Wer nicht vergleicht, verliert! Teil 3: Girokonto
Keine Kommentare » Kategorien: Geschäftsergebnis, Finanzkrise von as am 21. 4 2009 um 12:04 Uhr
Es scheint, als würde man in einer verkehrten Welt leben. Wie sonst ließe sich erklären, dass die positiven Meldungen aus der US-amerikanischen Bankenbranche kein Ende nehmen wollen. Nachdem bereits Goldman Sachs, J.P. Morgan und die Citigroup deutlich bessere Zahlen veröffentlichen konnten, als erwartet worden war, hat nun auch die Bank of America ihre – guten – Quartalszahlen vorgelegt.
Dass allerdings nicht alles Gold ist, was glänzt, zeigte bereits die Reaktion der Börsen: Auch aufgrund der Warnungen des Chefs der Bank of America, dass noch mit Zusatzbelastungen zu rechnen sei, hat die Aktie des Unternehmens an der Wall Street trotz der guten Zahlen für die ersten drei Monate prompt nachgegeben.
Auch wenn die Geschäfte zu Beginn des Jahres wieder besser laufen, so ist es dennoch mehr als wahrscheinlich, dass in den Bilanzen aller wichtigen Banken immer noch genügend Sprengstoff vorhanden ist, um die jeweiligen Institute und die gesamte Branche an den Rand des Abgrunds zu führen. Daher auch die verhaltene Reaktion des Dow Jones.Keine Kommentare » Kategorien: Finanzkrise, Kaupthing von as
am 20. 4 2009 um 13:37 Uhr
Lange war die Bank aus dem kleinen Island vom Radar verschwunden, jetzt taucht sie mit einer Neuigkeit wieder auf, die vielen deutschen Sparern Freude bereiten dürfte: Informationen der Financial Times Deutschland zufolge soll nun einer Auszahlung der deutschen Kunden nichts mehr im Wege stehen.
Konkret meldet die FTD, dass die Kaupthing Bank in den kommenden Tagen eine Mitteilung veröffentlichen wird, in der die Auszahlung der Guthaben zum Stand des 09.10.2008 bekannt gegeben wird. Das würde bedeuten, dass die deutschen Anleger auch die bis zu diesem Zeitpunkt angefallenen Zinsen erstattet bekommen. Falls sich die Meldung der FTD bestätigt, kämen die Kaupthing-Kunden also nochmal mit einem blauen Auge davon.
Die Rückzahlung der Einlagen hat sich unter anderem auch deswegen so lange verzögert, weil die DZ Bank, Clearingpartner der Kaupthing, 55 Millionen Euro Einlagen der deutschen Kaupthing-Kunden beschlagnahmt hat und nicht zur Rückzahlung an die Bankkunden freigibt. Doch dieses Problem wird die Kaupthing wohl auf juristischem Weg lösen. In der Zwischenzeit sollen die (ehemaligen) Kunden jedoch bereits entschädigt werden.Kommentare (3) Kategorien: Finanzkrise, Hypo Real Estate von ls am 17. 4 2009 um 13:19 Uhr
Wenn 102 Milliarden Euro an staatlicher Hilfe und Garantien nicht reichen, um eine Bank vor dem Bankrott zu retten, muss schlussendlich doch zum (vor-)letzten Mittel gegriffen werden – der Staat übernimmt die Kontrolle. Wie der Finanzmarktstabilisierungsfonds Soffin mitgeteilt hat, wurde das Übernahmeangebot der Bundesrepublik an die Aktionäre der Hypo Real Estate von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht BaFin genehmigt.
Überspitzt ausgedrückt heißt es damit „Friss oder stirb!“ für die Aktionäre. Sie können ihre Aktien für etwa ein Zehntel mehr als dem aktuellen Börsenstand verkaufen – 1,39 Euro statt 1,26 Euro pro Stück. Oder sie verkaufen nicht und warten darauf, dass die HRE von der Regierung verstaatlicht wird – dann gibt es allerdings keinen Bonus auf den Aktienkurs. Das Angebot gilt bis zum 4. Mai, der Staat strebt eine 100prozentige Übernahme der Bank an. Gespannt darf man vor allem auf die Reaktion von J.C. Flowers sein, der allein fast 22 Prozent an dem Unternehmen hält und bisher wenig Bereitschaft zu einem Verkauf an den deutschen Staat gezeigt hat.
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